Wirtschaft

Folge der Ticketsteuer Flugpreise steigen

Die zum 1. Januar eingeführte Luftverkehrs-Abgabe lässt die Preise für Flüge in Deutschland steigen. Die Tickets kosten im Januar im Schnitt 0,6 Prozent mehr als noch im Dezember. Üblich ist eigentlich ein Rückgang der Preise nach Ende der Urlaubssaison.

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Die Luftverkehrsabgabe wird auf alle Abflüge von deutschen Flughäfen erhoben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die zum Jahresbeginn eingeführte Luftverkehrsabgabe hat die Preise für Flugreisen aus Deutschland in die Höhe getrieben. Im Januar, dem ersten Monat mit der neuen Abgabe, lagen die Preise um 8,3 Prozent über denen vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Bei konstanten Steuern hätte die Steigerung nur 0,1 Prozent betragen. Pauschalreisen, bei denen der Flug nur einen kleineren Teil der Gesamtkosten ausmacht, verteuerten sich in der Jahresfrist um 2,6 Prozent.

Jahreszeitlich üblich ist eigentlich ein Rückgang der Ticketpreise. Dennoch haben sich die Flugreisen im Vergleich zum Dezember um 0,6 Prozent verteuert. Ohne die nur an deutschen Flughäfen erhobene Abgabe wären sie laut Statistik im Schnitt um 3,5 billiger geworden.

Ausweichmanöver

Die Luftverkehrsabgabe wird auf alle Abflüge von deutschen Flughäfen erhoben. Die Abgabe ist nach Entfernungen gestaffelt: Bei nahen Zielen werden 8 Euro fällig, die Mittelstrecke kostet 25 Euro extra und die Langstrecke sogar 45 Euro. Die Branche erwartet insbesondere in den Grenzregionen, dass Passagiere auf Flughäfen im Ausland ausweichen.

In Folge der Abgabe verteuerten sich die innerdeutschen Flüge von Dezember auf Januar um 8,3 Prozent. Die Preise zu europäischen Zielen fielen um 2,6 Prozent, wären aber ohne die Steuer 5,8 Prozent günstiger geworden. Statt um 2,2 Prozent zu sinken, stiegen die Preise für Interkontinentalverbindungen um 1,6 Prozent.

Quelle: n-tv.de, dpa

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