Wirtschaft

Investitionen in Heimatwerke GM gräbt Kritikern das Wasser ab

gmc.jpg

Motoren für GMC- und Chevrolet-Trucks aus dem Werk in Flint in Michigan

(Foto: Reuters)

In Krisenzeiten rettet der Staat General Motors. Jetzt steht der Konzern wieder auf eigenen Beinen, aber Kritik gibt es dennoch: Zu wenig investiere der Autobauer in den USA. Das soll sich nun ändern.

General Motors investiert kräftig auf dem Heimatmarkt. Knapp 1,3 Milliarden US-Dollar sollen in fünf US-Werke fließen, teilte der Konzern mit. Nach der Rettung durch den Steuerzahler hatte es in den USA immer wieder Kritik gegeben, dass GM vornehmlich im Ausland investiert.

GM
General Motors (GM) 37,00

Über den Geldsegen können sich Werke in Michigan, Ohio und Indiana freuen. Unter anderem will die Opel-Mutter mit der Investition die Produktion eines neuen Sechs-Zylinder-Motors unterstützen. Der Großteil der Investition geht in das Truckwerk in Flint (Michigan), wo unter anderem eine neue Lackiererei errichtet werden soll. Die Fabrik in Flint ist das älteste Werk von GM.

Infolge der Maßnahmen würden 1000 Stellen gesichert oder neu geschaffen, hieß es weiter. Details dazu nannte GM aber nicht, auch einen Zeitrahmen der Investition teilte der Autobauer nicht mit.

Der Staat ist weg

Vergangene Woche hatte die US-Regierung ihre letzten Aktien von GM verkauft und damit eine der umstrittensten Rettungsaktionen der Finanzkrise beendet. Auf dem Höhepunkt der Krise vor knapp fünf Jahren hatte der amerikanische Staat 49,5 Milliarden Dollar in den Autobauer investiert und ihn so vor dem Bankrott bewahrt. Zwischenzeitlich gehörten der Regierung 60 Prozent der ausstehenden Aktien.

Von dem investierten Geld konnte sich das Finanzministerium etwa 39 Milliarden zurückholen. Dem Steuerzahler bleibt also ein Verlust von etwa 10,5 Milliarden Dollar. Finanzminister Jacob Lew hatte betont, dass es nicht Ziel der Aktion gewesen sei, einen Gewinn zu machen. Die Regierung habe dabei geholfen, "die Autobranche zu stabilisieren und eine weitere Große Depression zu verhindern", so Lew.

Gleichzeitig ordnet der Konzern sein Auslandsgeschäft neu. So soll in Europa Opel und die Schwestermarke Vauxhall allein den Markt beackern, bis 2017 soll sich Chevrolet weitgehend aus Europa zurückziehen. Vom australischen Markt zieht sich GM komplett zurück.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ

Mehr zum Thema