Wirtschaft

Neue Modelle, alte Probleme GM ringt um seinen Stellenwert

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Chevrolet Corvette Stingray ZO6: ein Highlight der Detroit Motor Show

(Foto: REUTERS)

Vor 50 Jahren stand GM noch für mehr als die Hälfte aller US-Autoverkäufe. Mehrere Absatzkrisen und eine Pleite später sind es noch 18 Prozent - und die Konkurrenz setzt zum Überholen an. Eine Chefin und neue Modelle sollen die Wende bringen.

Eigentlich hätte General Motors (GM) bei der Auto-Show in seiner Heimatstadt Detroit viel zu feiern. Der US-Platzhirsch kann erstmals seit 2009 wieder unabhängig von der Regierung auftrumpfen, hat gerade die erste Chefin der Firmengeschichte berufen und Preise für den Sportwagen Chevrolet Corvette Stingray sowie den Pick-up-Truck Silverado eingeheimst. Dennoch ist die Stimmung getrübt. Denn der "neue" GM-Konzern hat ein altes Problem: Stagnierende bis weiter fallende Marktanteile im wichtigen Heimatmarkt.

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General Motors (GM) 35,50

In den vergangenen zwei Jahren hat der weltweit zweitgrößte Autobauer nach Toyota und vor Volkswagen im Eiltempo die Produktpalette erneuert. Neue Modelle ersetzten alte Wagen, die für 70 Prozent des Absatzes in den USA standen. Damit sollte das angestaubte Image aufpoliert werden. Aber der Erfolg stellt sich noch nicht ein: Der Anteil im Heimatmarkt verharrte 2013 auf dem Niveau von 2012 bei knapp 18 Prozent. 2011 waren es noch fast 20 Prozent.

"Noch viel Gepäck"

Die Opel-Mutter räumt ein, dass sie Zeit benötigt, um verlorenes Vertrauen bei Verbrauchern zurückzugewinnen, die sie durch Qualitätsprobleme in früheren Jahren vergrault hat. Es ist nicht lange her, da galten Modelle von GM noch als mäßig zuverlässig. Zugewinne bei den Marktanteilen kämen daher nicht über Nacht, sagt Mark Reuss, der bei GM für die Produktentwicklung zuständig ist, in Detroit. "Wir tragen noch viel Gepäck mit uns herum."

Die Umsatzrendite habe aber im dritten Quartal 2013 bereits bei mehr als neun Prozent gelegen, betont der GM-Manager. Das sei viel für das Unternehmen. Insgesamt geht es GM mittlerweile wieder deutlich besser, nachdem der Konzern 2009 in der Weltwirtschaftskrise Insolvenz anmelden musste und nur dank staatlicher Hilfen aus Washington überlebte.

In einem bis dahin beispiellosen Verfahren hatte GM damals während der Blitzinsolvenz vor der Rückkehr an die Börse Altlasten abgeschüttelt. Mehrere Fabriken wurden dichtgemacht und die Zahl der US-Marken verringert - nur Chevrolet, GMC, Buick und Cadillac blieben. Inzwischen steht der Konzern wieder besser da.

Chevrolet-Probleme bleiben

Alarmierende Zahlen gibt es aber noch immer. In der Glanzzeit vor 50 Jahren stand GM für mehr als die Hälfte aller Auto-Verkäufe in den USA. Und der Lokalrivale Ford war nur in etwa halb so stark. Heute beträgt der Vorsprung im Heimatmarkt nur noch einige Prozentpunkte. Anders als GM hat Ford seinen Anteil am Kuchen in den vergangenen Jahren ausbauen können.

Und schließlich bleibt die GM-Marke Chevrolet ein Sorgenkind. Trotz neuer Modelle ist der US-Marktanteil von "Chevy" in den vergangenen beiden Jahren von 13,9 auf nur noch 12,5 Prozent geschrumpft. "Chevrolet muss wirklich sehr kämpfen", sagt Larry Dominique, ein früherer Nissan -Manager, der jetzt dem Leasing-Anbieter ALG vorsteht.

Quelle: n-tv.de, Ben Klayman, rts

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