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SUV für US-Markt erst 2016 VW steckt in Detroit Ziele neu

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Kommt der VW CrossBlue, wird er das Label "Made in Niorth America tragen".

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Gegensatz zur deutschen Konkurrenz tut sich Volkswagen auf dem wichtigen US-Markt schwer und büßt insgesamt an Bedeutung ein. Die Wolfsburger benötigen dringend ein neues Modell für Nordamerika. Am besten ein SUV. Doch bis das kommt gehen mindestens noch zwei Jahre ins Land.

Ein Milliarden-Investitionsprogramm soll es wieder richten: Volkswagen will in den kommenden fünf Jahren mehr als sieben Milliarden US-Dollar in Nordamerika investieren. Das kündigte VW-Boss Martin Winterkorn im Vorfeld der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit an.

Der Konzern, so Winterkorn, hält an dem Ziel fest, bis 2018 eine Million Volkswagen und Audi in den USA verkaufen zu wollen. Scheinbar unbeeindruckt von dem schwächelnden Absatz des US-Passats und auch ohne auf den kürzlichen Rauswurf des VW-Amerika-Chefs Jonathan Browning einzugehen, stellte Winterkorn die Erfolge auf dem US-Markt in den Vordergrund seiner Ansprache zum Neujahrs-Empfang des Konzerns im "Fishbone" in Downtown Detroit. "Seit 2008 hat der Konzern den Absatz in den USA nahezu verdoppelt", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Midsize-SUV kommt erst 2016

Kritiker werfen den Konzernstrategen vor, den nordamerikanischen Markt nicht verstanden zu haben und mit dem neuen Werk in Chattanooga zu sehr auf Mittelklasse-Limousinen statt auf SUV gesetzt zu haben. "Der große Volkswagen Midsize-SUV für Amerika wird kommen", versprach er. Auf der Shanghai Auto Show im Frühjahr vergangenen Jahres hatte Volkswagen das Konzept eines VW CrossBlue vorgestellt. Die knapp fünf Meter lange und siebensitzige Plug-In-Hybrid sieht aus wie ein vergrößerter Tiguan und gilt als Kombi-Limousine für US-Bedürfnisse. Die Markteinführung sei für 2016 geplant.

Zunächst aber soll Bewährtes wieder für einen Aufwärtstrend sorgen. Der Golf, bisher in den USA als Import aus Deutschland verkauft, wird künftig das Label "Made in North America" tragen. Für diese Woche ist der Produktionsanlauf im VW-Werk im mexikanischen Puebla geplant, von wo aus dann der US-Markt mit dem VW-Bestseller beliefert werden soll. "Mit der neuesten Generation unserer TSI-Motoren und des Clean Diesel, aber auch mit dem Elektroantrieb und dem Plug-In-Hybrid", präzisierte Winterkorn das Vorhaben, den Golf zum Amerikaner zu machen. Er hob hervor, dass der Golf mehr Innovationen und mehr Effizienz denn je biete.

VW hat noch ein As im Ärmel

Vor rund 350 Gästen kündigte Winterkorn ein "völlig neues, attraktives Modell speziell für Nordamerika an". Einzelheiten nannte er nicht. Ob es sich dabei um die Serienversion des 2012 in Sao Paulo gezeigten Mini-SUV namens Taigun handeln konnte, ist unwahrscheinlich, da der SUV-Markt in den USA von Fahrzeugen im Audi-Q7-Format und größer beherrscht wird. Einen Gutteil der angestrebten Absatzmillion an Fahrzeugen bis 2018 soll Ingolstädter Konzerntochter beitragen. Für dieses Jahr sind in den USA die Markteinführung des Q3 und der A3 Limousine geplant. Porsche kann weitere Zuwächse in Amerika derweil fest einplanen. Schon vor der Markteinführung des Macan hat die Marke im vergangenen Jahr mit mehr als 40.000 Fahrzeugen zwischen New York und Los Angeles ein neues Allzeit-Hoch eingefahren

Quelle: n-tv.de

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