Wirtschaft

Verkauf von Immobilien General Electric sammelt 24,7 Milliarden ein

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General Electric will nur noch Industriegigant sein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Siemens-Konkurrent General Electrics trennt sich für über 24 Milliarden Euro von seinen Immobilien und besinnt sich damit zurück auf das Kerngeschäft und will zurück zu seinen Wurzeln in der Industrie.

Der US-Industrieriese General Electric (GE) trennt sich im Zuge seiner Neuausrichtung von Immobilien im Gesamtwert von 26,5 Milliarden Dollar (24,7 Milliarden Euro). Die Objekte, bislang im Besitz der Finanztochter GE Capital, werden größtenteils vom Investmentfonds Blackstone und der Bank Wells Fargo gekauft, wie GE mitteilte. Immobilien im Wert von vier Milliarden Euro werden demnach an andere Käufer veräußert. GE kündigte außerdem ein Rückkaufprogramm für eigene Aktien an, das ein Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar hat.

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Es gehe darum, dass sich der Konzern auf seine wettbewerbsfähigen Geschäftsfelder konzentriere, erklärte GE-Chef Jeff Immelt. Im Jahr 2017 will das Unternehmen rund 90 Prozent seiner Erlöse aus der Industriesparte ziehen - im vergangenen Jahr waren es lediglich 58 Prozent. Zugleich soll die Neuausrichtung auch Investoren Vorteile bringen: Sie könnten bis 2018 mit Einnahmen von rund 90 Milliarden Dollar aus Dividenden, dem Aktienrückkauf und den Aktivitäten der Banktochter Synchrony Exchange rechnen, erklärte GE.

Hintergrund des größten Gewerbeimmobilien-Verkaufes seit 2007 ist auch die erwartete Leitzinserhöhung der US-Notenbank in diesem Jahr, womit sich kreditfinanzierte Übernahmen verteuern dürften. GE hatte bereits angekündigt, sich auf das profitablere Industriegeschäft zu konzentrieren. Dazu gehören Flugzeugtriebwerke, Generatoren oder Maschinen für die Ölförderung.

Bei den Anlegern kamen die Ankündigungen gut an. Die GE-Aktie legte im elektronischen Handel vor Börsenöffnung in New York um 8,2 Prozent zu.

Quelle: n-tv.de, bdk/rts/AFP

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