Wirtschaft

Besonders Energie ist teurer Inflation in der Eurozone steigt

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Die Kosten für Energie sind im April deutlich gestiegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im vergangenen Monat klettert die Teuerungsrate in der EU auf 1,7 Prozent. Vor allem für Energie und Dienstleistungen müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Im Ländervergleich liegt Deutschland beim Preisanstieg im Mittelfeld.

Die Inflation im Euroraum ist im April spürbar angestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. Vorläufige Daten wurden damit wie von Experten erwartet bestätigt. Im März hatte die Inflationsrate noch 1,4 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Preise um 0,7 Prozent.

Besonders deutlich verteuerte sich im April Energie. Sie war 5,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Auch Dienstleistungen waren überdurchschnittlich teurer. Dagegen erhöhten sich die Preise von industriell gefertigten Gütern kaum. Ohne Energie und Lebensmittel ergibt sich eine Kerninflationsrate von 1,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als in der Erstschätzung ermittelt worden war.

Die höchsten Inflationsraten im Euroraum weisen Lettland, Estland und die Niederlande mit drei Prozent oder etwas darüber hinaus auf. Die niedrigste Teuerung gab es in Portugal, Griechenland und Italien mit knapp oder rund einem Prozent. Deutschland liegt mit 2,1 Prozent im Mittelfeld. Die Europäische Zentralbank strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an, sie ist ihrem Ziel also recht nah.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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