Wirtschaft

Schwäche bei mobilen Geräten Intel kappt Prognose

Intel-Prozessoren treiben vier von fünf PCs an. Schwachpunkt ist jedoch das Geschäft mit den boomenden Tablet-Computern und Smartphones. Konzernchef Otellini verspricht für das zweite Halbjahr zahlreiche Neuvorstellungen, kappt zugleich jedoch die Jahresprognose.

30043778.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Beim Chiphersteller Intel laufen die Geschäfte derzeit schlechter als vor einem Jahr. Im abgelaufenen Vierteljahr hat der US-Konzern 2,83 Mrd. US-Dollar und damit weniger als 2011 verdient. Da waren es noch 2,95 Mrd. Dollar. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit den gestiegenen operativen Ausgaben, die das Umsatzplus aufzehrten.

Zudem kappte der Konzern seine Jahresprognose. "Wegen des herausfordernden makroökonomischen Umfelds wird unser Wachstum langsamer sein als wir erwartet hatten", erklärte Konzernchef Paul Otellini.

Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen nur noch von einem Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent aus, nachdem es zuvor einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich avisiert hatte.

Intel
Intel 46,12

Intel macht der kometenhafte Aufstieg von Smartphones und Tablets zu schaffen, in denen häufig keine Technologie der Kalifornier verwandt wird. Bisher wird diese Schwäche kompensiert durch gute Verkäufe von PCs mit Intel-Chips in Schwellenländern wie China und Brasilien. Zusätzlich stützt die Stärke des Unternehmens beim Cloud-Computing, das ähnlich wie die mobilen Geräte derzeit reüssiert.

Gleichzeitig versucht der Konzern, bei den Smartphones und Tablet-PCs Fuß zu fassen. Das Unternehmen kam gerade mit eigenen ultraleichten Laptops heraus, den sogenannten Ultrabooks. Bei den Smartphones erhofft sich Intel steigende Marktanteile durch seine Produktreihe der Atom-Chips.

Im zweiten Quartal erhöhte das Unternehmen seinen Umsatz um 3,6 Prozent auf 13,5 Mrd. US-Dollar. Der Anstieg der operativen Kosten um fast ein Fünftel auf 4,72 Mrd. Dollar konnte so aber nicht aufgefangen werden. Der Gewinn von umgerechnet 54 Cent je Aktie lag dabei über den Schätzungen der Analysten, die nur 52 Cent erwartet hatten.

Die Anleger scheinen von Intels eingetrübten Aussichten für das restliche Jahr nicht sonderlich überrascht worden zu sein. Nachbörslich fiel die Aktie nur leicht. Kürzlich hatte bereits der kleinere Rivale AMD vor einem eingetrübten Geschäft gewarnt. Überdies hatten die Marktforscher von Gartner von stagnierenden Auslieferungen neuer PC berichtet.

Quelle: n-tv.de, DJ/dpa

Mehr zum Thema