Wirtschaft

Luxusriese greift nach Juwelier LVMH legt für Tiffany Milliarden auf den Tisch

Der Luxuskonzern LVMH will die US-Juwelierkette Tiffany übernehmen. Die ersten Gespräche laufen bereits. Ein milliardenschweres Kaufangebot des französischen Unternehmens soll auf dem Tisch liegen.

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH will den bekannten US-Juwelier Tiffany übernehmen. Der Konzern, Mutterunternehmen von Luxusmarken wie Louis Vuitton oder Givenchy, bestätigte in Paris, Vorgespräche mit den Amerikanern über eine Übernahme geführt zu haben. Offen sei aber, ob diese Gespräche zu einer Vereinbarung führen werden.

Am Sonntag hatte das Wall Street Journal berichtet, dass LVMH dem US-Unternehmen eine Offerte für 120 Dollar je Tiffany-Aktie angeboten habe. Das Unternehmen mit Sitz in New York würde dadurch mit fast 14,5 Milliarden Dollar bewertet. Am Freitag war die Tiffany-Aktie zum Kurs von 98,55 Dollar aus dem Handel gegangen.

Der vor 182 Jahren gegründete Juwelier Tiffany ist weltweit bekannt für seine eckigen blauen Kartons und seine Rolle im Hollywood-Streifen "Frühstück bei Tiffany". Das berühmteste Geschäft ist wohl der Flagship-Store in der New Yorker Fifth Avenue. 

Handelsstreit mit China belastet die Geschäfte

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Aufgrund des Handelsstreits kämpft Tiffany mit Problemen.

(Foto: Zhang wenliang - Imaginechina)

Tiffany ist aktuell an der Börse 12 Milliarden US-Dollar (10,8 Mrd Euro) wert, die Franzosen kommen fast auf 20 mal so viel. Eine Übernahme von Tiffany wäre die bisher größte von LVMH. 2017 etwa bezahlten die Franzosen 7 Milliarden Dollar für die restlichen Anteile von Christian Dior.

Angesichts des Handelsstreits zwischen Washington und Peking leidet Tiffany derzeit unter einer rückläufigen Zahl ausgabefreudiger chinesischer Touristen in den USA. Das Unternehmen musste im zweiten Quartal deutliche Geschäftseinbußen verkraften. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Umsatz um drei Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar. Der Gewinn ging nach eigenen Angaben um sechs Prozent auf 136 Millionen Dollar zurück.

Der starke Dollar und der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Zollstreit mit Handelspartnern haben laut Analysten dazu geführt, dass deutlich weniger Chinesen in die USA reisen. Darunter leiden Tiffany und andere Anbieter von Luxusgütern, denn die Touristen aus China gelten als sehr spendabel.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/DJ

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