Wirtschaft

Karrieretipp von Jack Ma Milliardär empfiehlt die 72-Stunden-Woche

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Der chinesische Milliardär Jack Ma glaubt: Je länger man arbeitet, desto mehr Erfolge stellen sich ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Alibaba-Chef Jack Ma ist der festen Auffassung, dass längere Arbeitszeiten einen Booster für die Karriere darstellen. Wer nicht lange genug arbeitet, könne mit Erfolgen kaum rechnen. Doch liegt der Multimilliardär mit dieser Meinung wirklich richtig?

Sechs Tage die Woche von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends arbeiten: Genau das fordert Jack Ma, Gründer und Chef des Online-Händlers Alibaba. Der 40-fache Milliardär schrieb im sozialen Netzwerk Weibo, dass eine 72-Stunden-Woche gar "kein Problem" darstelle. Problematisch wäre die nur für Leute, die ihre Arbeit ohnehin nicht mögen.

Ma gehört laut "Forbes" zu den reichsten Männern Asiens. Die 9-to-9-Arbeitszeit, in China auch bekannt unter der Abkürzung "996", sei seiner Meinung nach "ein großer Segen". Er selbst habe Zwölf-Stunden-Tage nie bereut. "Wie soll man den angestrebten Erfolg erzielen, wenn man nicht besonders viel Zeit dafür aufwendet?", fragte der Geschäftsmann seine Angestellten. Zudem machte er gegenüber seinen Mitarbeitern eine klare Ansage: All diejenigen, die wirklich erfolgreich sein wollen bei Alibaba, sollten sich mit zwölf Stunden Arbeit täglich an sechs Tagen die Woche anfreunden. "Von denen, die bequeme acht Stunden arbeiten, haben wir genug", so der Alibaba-Chef.

Die Medienlandschaft in China distanzierte sich von Ma. Loyalität und harte Arbeit zeige sich nicht durch erzwungene Überstunden, so die Zeitung "People's Daily".

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Der Mitgründer von Tesla, Elon Musk, hält viel Arbeitszeit ebenfalls für einen Erfolgsgaranten. Bei Twitter schrieb er, dass niemand die Welt in einer 40-Stunden-Woche verändert hätte. Er selbst habe 120 Stunden pro Woche gearbeitet, als die Produktion in der Firma nicht so lief, wie er sich das erhofft hatte.

Zuckerberg bevorzugt normale Arbeitszeiten

Chefs arbeiten meistens länger als ihre Angestellten. Das ist nichts Ungewöhnliches. Jedoch sind nicht alle der Auffassung, dass Erfolg proportional mit der Zunahme der Arbeitszeit steigt. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich für eine "deutsche" Arbeitszeit entschieden. Der 66,3 Milliarden Dollar schwere Gründer des sozialen Netzwerkes arbeitet laut Mitarbeiter Lee Byron meist 40 bis 50 Stunden die Woche und das von Montag bis Freitag. Wenn es brennt, würde er jedoch auch am Wochenende das Büro aufsuchen.

Eine Studie der Universität Harvard aus dem Jahr 2006 hat gezeigt, dass die durchschnittliche Arbeitszeit von CEOs bei 62,5 Stunden pro Woche liegt. Im Rahmen der Untersuchung hatten die Wissenschaftler Arbeitszeiten und Tagesablauf von 27 CEOs innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten analysiert. Der jährliche Umsatz der Unternehmen betrug durchschnittlich 13,1 Billionen Dollar.

Quelle: n-tv.de, imi

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