Wirtschaft

Krisenbewältigung nach Diktatorenart Minsk erwägt Grenzschließung

Weißrusslands Präsident Lukaschenko will die Finanzkrise in seinem Land mit ungewöhnlichen Maßnahmen bekämpfen. So denkt er über eine Reduzierung der Importe auf ein Minimum nach. Lukaschenko leugnet, dass es in der ehemaligen Sowjetrepublik eine Krise gebe. Zudem regt er sich über den "Müllhaufen namens Internet" auf.

1.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Das vor dem Ruin stehende Weißrussland erwägt, wegen der gewaltigen Wirtschaftskrise keine ausländischen Güter mehr ins Land zu lassen. "Wenn es zu einer Katastrophe kommt, werden wir die Grenzen schließen und nur noch das importieren, was wir benötigen", sagte der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko in Hauptstadt Minsk. Sein Land habe "genug Geld, um Essen und Kleidung zu kaufen".

Lukaschenko dementierte, dass es eine Krise in der ehemaligen Sowjetrepublik gebe: "Das ist alles Raserei und Panikmache."

Weißrussland ist in seiner schwersten Finanzkrise seit der Unabhängigkeit vor 20 Jahren stark auf ausländische Kredite angewiesen. Erst kürzlich hatte China einen Kredit über rund 690 Millionen Euro für drei Großprojekte gewährt.

"Medien betreiben Panikmache"

"Wir werden aus dieser Situation in einigen Monaten herauskommen", sagte Lukaschenko. Der seit 1994 mit harter Hand regierende Staatschef forderte die Journalisten zu objektiver Berichterstattung auf. Einige Medien hätten zu der Panik im Lande beigetragen, sagte er. Dazu gehöre auch "dieser Müllhaufen namens Internet".

Der unabhängigen weißrussischen Agentur Belapan wurde ohne Erklärung eine Akkreditierung für die Pressekonferenz verweigert.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema