Wirtschaft

Keine Gesamtlösung für Brandschutz Neue Glastürme sollen BER belüften

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Die Behörden haben sich noch weitere Szenarien ausgedacht, die beim Brandschutz zu beachten sind.

(Foto: dpa)

Eines der Brandschutzprobleme beim Hauptstadtflughafen BER ist offenbar gelöst. Ob die Eröffnung wie geplant noch 2017 stattfindet, ist dennoch weiter unklar. Die Behörden verlangen weitere Maßnahmen.

Am neuen Hauptstadtflughafen sollen zusätzliche Kanäle für Frischluft helfen, die Brandschutz-Probleme am Übergang zum Bahnhof unter dem Terminal zu lösen. Dazu wollen die Betreiber zwei raumhohe Glastürme in Lichtschächte der Etage einbauen, die direkt über dem Bahnhof liegt. Das Zuluft-Problem werde damit bewältigt, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld in Schönefeld. "Das Gesamtproblem der Entrauchung bei einfahrenden und ausfahrenden Zügen ist aber noch nicht gelöst."

Den Bauingenieuren stellt sich die Aufgabe zu verhindern, dass im Bahnhof fahrende Züge im Brandfall Rauch-Verwirbelungen in dem Terminalgeschoss darüber auslösen. Dazu habe es am Dienstag ein Treffen mit Vertretern der Deutschen Bahn und des Eisenbahn-Bundesamts gegeben, sagte Mühlenfeld: "Hier haben wir zusammen mit der Bahn und den Behörden Vorschläge entwickelt, die bewertet und simuliert werden müssen."

Die Behörden hatten im März und April weitere Brandschutz-Nachweise vom Flughafen für diesen Bereich verlangt, unter anderem für Szenarien, die die Verantwortlichen bislang nicht berücksichtigt hatten - etwa wenn im Brandfall fünf Züge durch den Bahnhof fahren. Von der Lösung dieses Problems hängt es ab, ob der Flughafen noch wie zuletzt geplant 2017 in Betrieb gehen kann. Dies sei weiterhin möglich, sagte Mühlenfeld. "Wir sind in einem konstruktiven Dialog."

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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