Wirtschaft

"Déjà-vu der 1930er Jahre" Ökonom warnt vor Weltwirtschaftskrise

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Dennis Snower warnt vor einer neuen Weltwirtschaftskrise.

picture alliance / dpa

Protektionismus, Misstrauen, Populismus: Der Wahlsieg Donald Trumps schürt Ängste. Aus einem Handelskrieg könne schnell eine globale Wirtschaftskrise werden, sagt der Chef des IfW-Instituts.

Der Präsident des Kieler IfW-Instituts, Dennis Snower, warnt vor einer neuen Weltwirtschaftskrise. "Wir erleben ein gefährliches Déjà-vu der 1930er Jahre: Protektionismus, Misstrauen, Populismus", sagte Snower der "Süddeutschen Zeitung". Er cerwies auf die Auswirkungen des Wahlsiegs von Donald Trump und anderer Ereignisse wie den Brexit.

"Wenn alles schiefgeht, könnten Strafzölle einen Handelskrieg auslösen. China würde sich revanchieren", so Snower gegenüber dem Blatt. Er nahm dabei Bezug auf die von Trump angekündigten Strafzölle gegen China und andere Staaten. "Wenn es schiefgeht, könnte eine neue Weltwirtschaftskrise entstehen. Wenn die Finanzbranche durch Trumps Wirtschaftspolitik destabilisiert wird", sagte Snower.

Der 66-Jährige Ökonom sieht Europa in der Verantwortung. "Die EU ist das einzige Experiment transnationaler Kooperation, das über Handelspolitik hinausgeht", sagte er der Zeitung. "Europa muss der Welt die Vorteile einer solchen Zusammenarbeit demonstrieren, damit sie sich verbreitet – und nicht die Abschottung à la Trump." Aber Europa habe gerade eigene Probleme: "Europa wird nur weiterbestehen, wenn es ein soziales Europa wird."

Quelle: n-tv.de, bad

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