Wirtschaft

Wegen Brexit-Unsicherheit Pfund fällt auf Drei-Jahres-Tief

Kurz bevor es in London zur Machtprobe zwischen Premier Johnson und seinen Widersachern im Unterhaus kommt, rauscht die britische Währung ab. Schuld sind die vielen Unklarheiten rund um den Brexit. Das Pfund ist so schwach wie seit Jahren nicht.

Die Unsicherheit rund um den Brexit wirkt sich dramatisch auf die Währung der Briten aus. Das britische Pfund ist zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit dem sogenannten "Flash Crash" vor fast drei Jahren gefallen. Angesichts der erwarteten Machtprobe zwischen Premierminister Boris Johnson und seinen Widersachern im Unterhaus in London fiel das Pfund Sterling unter die Marke von 1,20 Dollar. Johnson hatte zuvor angekündigt, Neuwahlen für den 14. Oktober anzustreben, sollte das Parlament gegen seine Brexit-Strategie stimmen.

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,32

Mit einem Kurs von 1,1959 Dollar sackte das Pfund am Dienstagvormittag auf den tiefsten Stand seit Oktober 2016 ab. Damals war die britische Währung binnen kurzer Zeit um mehr als sechs Prozent gegenüber dem Dollar abgestürzt. Plötzlich war ein Pfund damals nur noch 1,1841 Dollar wert - das war der tiefste Stand seit 1985.

An diesem Dienstagmittag erholte sich das Pfund etwas und stand bei einem Kurs von 1,1990 zum Dollar. Die Unklarheiten rund um den Brexit schüren in der Wirtschaft massive Sorge vor Einbußen und Engpässen. Ein schwaches Pfund verteuert Importe nach Großbritannien wie etwa Öl, das in Dollar gehandelt wird. Exporte aus Großbritannien werden dadurch hingegen billiger.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP

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