Wirtschaft

Milliardengrab NSN Siemens will aussteigen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Telefonnetz-Ausrüster Nokia Siemens Networks existiert seit sechs Jahren und hat den beiden beteiligten Unternehmen wenig Glück gebracht. Einem Medienbericht zufolge plant Siemens eine Beendigung seines Engagements. Im April läuft der Joint-Venture-Vertrag mit Nokia aus.

Der Technologiekonzern Siemens will einem Bericht der "Financial Times" zufolge seinen 50-Prozent-Anteil an dem Telefonnetz-Ausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) möglichst schnell abgeben oder zumindest reduzieren. Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem finnischen Handyhersteller Nokia schreibt seit seiner Gründung 2007 nur Verluste, Nokia und Siemens mussten schon 2,5 Milliarden Euro nachschießen.

Der Vertrag, der ihnen einen einseitigen Ausstieg verbietet, läuft im April aus. Siemens werde auf jeden Fall aktiv werden, berichtete die Zeitung und berief sich auf Siemens nahe stehende Kreise. Ein Siemens-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Einem früheren Szenario zufolge könnte Nokia gemeinsam mit dem französischen Netzausrüster Alcatel-Lucent die Siemens-Anteile bei NSN übernehmen. Alcatel-Lucent leidet wie NSN unter dem harten Wettbewerb. NSN streicht zurzeit 17.000 von 74.000 Arbeitsplätzen und konzentriert sich jetzt auf Breitband-Mobilfunknetze.

Im April läuft der Joint-Venture-Vertrag zwischen Siemens und Nokia aus. Danach können sich die beiden Partner jeweils die Hälfte gegenseitig zum Kauf anbieten. Sollten beide ablehnen, könnten sie ihre Anteile Dritten andienen.

Beide Unternehmen waren zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Zuletzt hatte es Meinungsverschiedenheiten zwischen Siemens und seinen finnischen Partnern über die Zukunft von NSN gegeben.

Quelle: ntv.de, wne/dpa

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