Wirtschaft

IDS-Übernahme schwierig Software AG hat zu knabbern

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IDS-Vorstandschef Karl-Heinz Streibich.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Übernahme des kleineren Konkurrenten IDS Scheer macht der Software AG zu schaffen. Die im Vorjahr für eine halbe Milliarde Euro geschluckte IT-Firma verdiene noch nicht so gut und habe die Profitabilität des gesamten Konzerns deutlich gedrückt, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich.

Die operative Rendite (Ebit-Marge) sei deshalb im ersten Quartal auf 18,6 von 23,1 Prozent im Vorjahresquartal gesunken. Erst 2011 sei das Niveau der vergangenen Jahre von 25 Prozent und mehr wieder erreichbar. "Langfristig peilen wir eine Ebit-Marge von 25 bis 30 Prozent an", sagte der Manager weiter. Das Ausmaß des Margen-Rückgangs überraschte die Anleger. Die im TexDax notierte Software-AG-Aktie verlor deutlich.

IDS verkauft im Gegensatz zur Software AG nur ein zentrales Software-Paket, hat dafür aber ein ganzes Heer von Beratern. Damit sind die Kosten wesentlich höher als bei der neuen Konzernmutter. Das Problem soll gelöst werden, indem die IDS-Consultants mehr Programme der Software AG vertreiben.

IDS verlässt die Börse

Die Darmstädter Software AG hat ihre IDS-Beteiligung mittlerweile auf über 90 Prozent ausgebaut und plant, das vom Saarbrücker Wirtschaftsinformatik-Professor August-Wilhelm Scheer gegründete Unternehmen komplett vom Markt zu nehmen. Zusammen setzen beide Firmen mehr als eine Mrd. Euro um.

Andererseits profitierte die Software AG im ersten Quartal bereits von dem Kauf. Da zudem auch noch das Geld bei den Kunden wieder lockerer saß, kletterte der Konzernüberschuss um neun Prozent auf 28 Mio. Euro und der Umsatz sogar um die Hälfte auf 250 Mio. Euro. Dieses Jahr soll der Umsatz wie bislang geplant um 25 bis 30 Prozent und der Überschuss um acht bis zwölf Prozent steigen.

Quelle: ntv.de, wne/rts

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