Wirtschaft

Bereits Mehrheit an IDS Scheer Software kauft Aktien

Die Software AG hält bereits kurz nach der Übernahmeankündigung für den Entwickler und Dienstleister IDS Scheer die Mehrheit an dem saarländischen Unternehmen. "Wir sind jetzt schon deutlich über 50 Prozent", sagte Software-Vorstandschef Karl-Heinz Streibich.

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Karl-Heinz Streibich sieht ein "Software-Powerhaus der Weltklasse" entstehen.

(Foto: dpa)

Damit hat die am Montagabend angekündigte Mega-Übernahme in der deutschen Software-Branche eine erste Hürde genommen. Das Unternehmen habe begonnen, Aktien am Markt zu kaufen. Insgesamt will sich Deutschlands zweitgrößtes Softwarehaus den Kauf von IDS rund 487 Mio. Euro kosten lassen.

"Das ist ein Zusammenschluss, der sich auf Wachstum fokussiert. Es entsteht ein Software-Powerhaus der Weltklasse mit Sitz in Deutschland", sagte Streibich. Das Unternehmen wolle 15 Euro pro Aktie zahlen - was einen Aufschlag von fast 40 Prozent auf den Schlusskurs von Montag und von 51 Prozent auf den Durchschnittskurs der letzten drei Monate bedeute. Im TecDax gehörte IDS Scheer am Dienstag mit einem Plus von fast 40 Prozent zu den Tagesgewinnern, die Kurse der ebenfalls in dem Technologieindex notierten Software AG gaben um rund fünf Prozent nach.

Name weg, Stellen bleiben

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August-Wilhelm Scheer

(Foto: dpa)

Software hatte die Anteile von IDS Scheer-Gründer und Aufsichtsratschef August-Wilhelm Scheer von rund 41 Prozent übernommen. Auch die sieben Prozent des stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Posay hatte sich das Unternehmen gesichert. Wie lange die vollständige Integration von IDS Scheer dauern werde, sei noch nicht absehbar, sagte Streibich. Das Unternehmen strebe aber - die Genehmigung der Kartellbehörden vorausgesetzt - einen raschen Abschluss der Übernahme an. Der Name IDS Scheer werde verschwinden. Der Standort Saarbrücken solle aber erhalten werden, auch ein Stellenabbau sei nicht geplant.

Die Übernahme wird mit rund 100 Mio. Euro aus eigenen Barmitteln finanziert. Weitere 45 Mio. Euro stammen von der Software AG Stiftung, der Rest werde mit Bankkrediten finanziert, sagte Finanzvorstand Arndt Zinnhardt. Durch die Übernahme entstehe ein Hersteller für Infrastruktur-Software und Geschäftsprozess- Management mit mehr als 6000 Mitarbeitern und - ohne die zusätzlich erwarteten Synergieeffekte - mehr als 1,1 Mrd. Euro Umsatz. Damit hätte Streibich sein Anfang 2007 gestecktes Ziel erreicht, den Umsatz bis 2011 auf über eine Mrd. Euro zu erhöhen. 2006 hatte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 483 Mio. Euro erzielt.

Quelle: ntv.de, wne/dpa

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