Wirtschaft

Wachstum aus eigener Kraft Solarworld sieht Umsatzplus

Beim Solarriesen Solarworld klingeln zum Jahresauftakt die Kassen. Der Konzernumsatz wird laut Finanzchef Koecke über dem Vorjahreswert liegen. Seine Stellung als eines der führenden deutschen Unternehmen der Branche will Solarworld aus eigener Kraft stemmen. Von Übernahmen hält das Unternehmen nichts.

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Für Solarkonzerne scheint die Sonne plötzlich stärker denn je.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Solarkonzern Solarworld rechnet mit steigenden Erlösen im laufenden Quartal. "Es sieht so aus, als ob wir bei den Umsatzerlösen das erste Quartal 2010 schlagen werden", sagte Finanzchef Philipp Koecke der "Börsen-Zeitung". Zur Entwicklung des Gewinns wollte er sich nicht äußern. Eine Prognose für das Gesamtjahr werde das Unternehmen auf der bevorstehenden Bilanz-Pressekonferenz am 24. März abgeben.

Größere Zukäufe plane Solarworld derzeit nicht. Zwar stünden in der Solarbranche derzeit viele Aktivitäten zum Verkauf. Er gehe aber nicht davon aus, dass Solarworld aktiv am Konsolidierungsprozess teilnehmen und Kapazitäten einkaufen werde, sagte Koecke. "Alte Technologie zu kaufen und auf den neuesten Stand zu bringen und dann noch in unsere Managementphilosophie einzuführen, ist schwieriger und komplizierter, als auf der grünen Wiese neu zu bauen." Mit früheren Zukäufen habe Solarworld Know-how, den Eintritt in neue Märkte, Kunden sowie Lizenzen und Patente erworben. "Heutige Unternehmen aus Asien haben keine Historie, keine Patente und keine Kundenstrukturen - die haben einfach nur Kapazitäten."

Weniger Kosten durch höhere Kapazitäten

Investieren will das Unternehmen daher vor allem in den Ausbau eigener Kapazitäten. Dies sei nötig, um die Kosten weiter zu reduzieren, sagte Koecke. Solarstrom dürfe für den Endverbraucher nicht teurer sein als anderer Strom - "noch besser ist, er zahlt weniger für unseren Strom". Dafür sei jedoch Wachstum nötig. "Nicht in einer speziellen Sparte, sondern über die gesamte Produktionskette, vom Wafer bis zum Modul." Ziel des Unternehmens sei es, so schnell zu wachsen, wie die Nachfrage am Markt steige.

Dafür sieht der Finanzchef das Unternehmen gut gerüstet: Solarworld sei gut und langfristig finanziert und habe derzeit 600 Mio. Euro Cash auf der Bank liegen, sagte Koecke. Der Großteil der Investitionen könne aus dem laufenden Geschäft gestemmt werden. "Wir müssen also nicht morgen an den Kapitalmarkt gehen und nach Geld fragen."

Quelle: ntv.de, rts

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