Wirtschaft

Neue Gerüchte bei Ebay Analysten rätseln über Paypal-Pläne

Kommt hier der diskrete Einfluss eines mit allen Wassern gewaschenen Großaktionärs zum Tragen? Der US-Onlinehändler Ebay bereitet Topmanager in Bewerbungsgesprächen angeblich bereits auf neue Pläne für die lukrative Bezahltochter vor. Die Aktie reagiert deutlich.

Der US-Konzern Ebay erwägt einem Medienbericht zufolge nun doch die Abspaltung seines Bezahldienstes Paypal. Zu dem Schritt könne es im kommenden Jahr kommen, berichtete das Tech-Portal "The Information" unter Berufung auf zwei nicht näher benannte Informanten aus dem Umfeld des Unternehmens. Angeblich wurden Kandidaten für den Paypal-Chefposten über die mögliche Ausgliederung der Sparte informiert.

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Den Insidern zufolge könnte sich das Unternehmen bereits im kommenden Jahr doch von der Bezahl-Tochter trennen. Dabei sei es noch unklar, ob es bereits eine Entscheidung gebe und wie genau der Plan umgesetzt werden könnte. Ebay-Chef John Donahoe hatte wiederholt Paypal als wichtigen Teil des Onlinehändlers bezeichnet und Forderungen des einflussreichen Investors Carl Icahn nach einer Abspaltung zurückgewiesen.

Klare Kursreaktion an der Nasdaq

Nach einer mehrmonatigen Auseinandersetzung gab Icahn seine Bemühungen auf. Icahn und andere Investoren argumentieren, dass Paypal noch stärker wachsen könnte, wenn es von Ebay unabhängig wäre. Dann könnten auch Ebay-Konkurrenten ihren Kunden anbieten, Zahlungen per Paypal abzuwickeln.

Bei Ebay wollte sich zunächst niemand zu den neuen Gerüchten äußern. An der Börse stieg der Aktienkurs von Ebay im frühen New Yorker Handel zeitweise um mehr als 5 Prozent. Am Abend gingen die Papiere mit einem Schlusskurs von plus 4,7 Prozent 55,89 Dollar aus dem Nasdaq-Handel.

Wieder aufgeflammte Spekulationen über eine Abspaltung des Bezahldienstes Paypal hätten die Aktie des Online-Handelskonzerns in die Höhe getrieben, kommentierten Beobachter. Paypal gilt als eines der wichtigsten Zugpferde bei Ebay. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz der Bezahlsparte im Jahresvergleich um 20 Prozent.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa/rts

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