Wirtschaft

"Die beste Erfindung des Lebens" Steve Jobs sprach über den Tod

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Im Zeichen des Apfels: Steve Jobs.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bereits vor Jahren öffnete der nun verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs die Tür zu seinem Inneren. Er sprach offen über den Tod, der schon damals fast ereilt hätte. "Der Tod ist sehr wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens", sagte er, und teilte seine Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit.

Im Alter von 56 Jahren ist Steve Jobs an Krebs gestorben. In einer bekannten Rede bei einer Diplomverleihung für Studierende der US-Eliteuniversität Stanford hatte der Mitbegründer des Computergiganten Apple bereits im Juni 2005 den Tod bereits zu einem zentralen Thema gemacht - als Antreiber für ein selbstbestimmtes und wagemutiges Leben.

"Alles wird nichtig"

Mit Blick auf den Spruch, man solle jeden Tag so leben, als sei es der letzte, sagte Jobs damals: "Mich daran zu erinnern, dass ich bald tot sein werde, ist das beste Mittel, das ich jemals entdeckt habe, um die großen Entscheidungen in meinem Leben zu treffen. Weil fast alles - alle Erwartungen anderer, jeder Stolz, jede Angst vor Scham oder Scheitern - nichtig wird angesichts des Todes. Dann bleibt nur das wirklich Wichtige. Sich daran zu erinnern, dass man stirbt, ist der beste Weg den ich kenne, die Falle zu meiden zu denken, dass man etwas zu verlieren hätte. Man ist schon nackt. Es gibt keinen Grund, nicht seinem Herzen zu folgen."

Den Studenten erzählte Jobs auch, wie ihm im Jahr zuvor zunächst ein unheilbarer Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde, der sich dann aber als heilbar erwies. Niemals sei er dem Tode näher gewesen - und er hoffe, dem Tod in den kommenden Jahrzehnten nicht mehr so nahe zu kommen. Seitdem sei der Tod für ihn mehr als nur ein abstraktes Konzept.

"Motor des Lebens"

"Niemand will sterben", fuhr Jobs fort. "Sogar die, die in den Himmel wollen, wollen nicht sterben, um dorthin zu gelangen. Aber der Tod ist das Schicksal, das wir alle teilen. Niemand ist ihm jemals entkommen. Und so soll es auch sein, denn der Tod ist sehr wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens. Er ist der Motor des Wandels des Lebens. Er beseitigt das Alte und schafft Raum für das Neue. Jetzt seid ihr das Neue, aber eines nicht sehr fernen Tages werdet ihr nach und nach das Alte und werdet dann beseitigt. Es tut mir leid, so dramatisch zu sein, aber das ist die Wahrheit."

Den Studenten rief Jobs zu, ihr eigenes Leben zu leben und auf ihre innere Stimme zu hören - "eure Zeit ist begrenzt". Und gab ihnen auf den Weg mit: "Bleibt hungrig. Bleibt tollkühn."

Quelle: n-tv.de, AFP

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23.04.09