Wirtschaft

Produktion nach dem großen Beben Toyota fängt wieder an

Der japanische Autoriese Toyota will in einigen Autoteilefabriken wieder die Produktion aufnehmen. Für die Karosseriewerke gibt es allerdings noch keinen Zeitrahmen. Exxon startet seine Raffinerieproduktion in Kawasaki früher als angekündigt.

2wqh4845.jpg3833141624401878428.jpg

Dieses Bild soll es zeitnah wieder geben: Produktion bei Toyota in der japanischen Provinz Aichi.

(Foto: dpa)

Nach der Erdbebenkatastrophe in Japan will der Autokonzern Toyota einem Zeitungsbericht zufolge sieben seiner Autoteilefabriken in der Präfektur Aichi in Zentraljapan am Donnerstag wieder in Betrieb nehmen. Die Werke sollen zunächst die Produktion von Ersatzteilen wieder aufnehmen, berichtet die Zeitung "Yomiuri Shimbun" unter Berufung auf Konzernquellen.

Danach solle die Herstellung von Teilen zum Export in Toyotas Werke in Übersee wieder anlaufen. Für die Inbetriebnahme der Karosseriewerke einschließlich einer durch das Beben beschädigten Fabrik gebe es noch keinen Zeitrahmen, so das Blatt.

Der US-Ölkonzern Exxon nahm seine Raffinerie in Kawasaki mit einer Kapazität von 335.000 Barrel pro Tag wieder in Betrieb. Exxon hatte den Schritt eigentlich erst für Donnerstag angekündigt. Die volle Kapazität werde nach ein paar Tagen wieder erreicht sein, hieß es weiter.

Kyokuto Petroleum Industries, das japanische Joint Venture von Exxon und Mitsui Oil, will den Betrieb ebenfalls wieder anlaufen lassen. Große Teile seiner Raffinerie in Chiba mit einer Produktionskapazität von 175.000 Barrel pro Tag waren nach dem Erdbeben geschlossen worden. Einen Zeitrahmen für die Inbetriebnahme nannte Exxon Mobil nicht. Seit dem schweren Erdbeben der Stärke 9,0 am 11. März waren Raffineriekapazitäten von insgesamt 1,4 Millionen Barrel pro Tag außer Betrieb, dies entspricht rund einem Viertel der Raffinerieproduktion in Japan.

Chiphersteller produzieren nicht

Die japanischen Chiphersteller fuhren ihre Produktion während des Erdbebens im ganzen Land herunter. Bei den geringsten Erderschütterungen werden die Maschinen sofort und automatisch angehalten und die gesamte Produktion gestoppt, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Eine Wiederaufnahme der Fertigung in Japan stehe nicht auf der Agenda. Die Fabriken müssten erst auf Schäden untersucht werden, denn für die Herstellung von Chips sind Fabrikhallen notwendig, die quasi staubfrei sein müssen. Untersuchungen dieser Art können Wochen und Monate dauern.

Japanische Chiphersteller zählen zu den wichtigsten Herstellern und Lieferanten. Sie machen ein Fünftel des Branchenumsatzes von insgesamt 300 Milliarden Dollar auf der Welt aus. Auch Telekomausrüster sind auf Lieferungen aus Japan angewiesen.

Quelle: ntv.de, DJ/dpa