Wirtschaft

US-Interesse reicht nicht aus Transrapid-Aus rückt näher

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Im Emsland fährt bald kein Transrapid mehr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Transrapid-Teststrecke im Emsland wird zum Jahresende laut Betreibergesellschaft geschlossen. Dennoch wirbt das Land weiter für den Transrapid und dessen Magnetschwebetechnik. Die US-Metropole Houston zeigt Interesse - schließlich ließe sich so die Strecke Houston-Dallas schnell überbrücken - konkrete Pläne fehlen jedoch.

Das Ende der Transrapid-Teststrecke im Emsland ist trotz US-Interesses an der Magnetschwebetechnik besiegelt. Zwar habe Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) bei einer USA-Reise in Houston für den Transrapid geworben, sagte ein Ministeriumssprecher. Daraufhin habe die Bürgermeisterin der Stadt aber nur ihr generelles Interesse an der Technik für eine Verbindung von Houston nach Dallas bekräftigt.

Bei dem Vorschlag selbst handelt es sich um eine bereits zum Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama entwickelte Idee. Eine Ausschreibung oder konkrete Pläne gebe es nicht, sagte der Sprecher in Hannover.

Ende des Jahres ist Schluss (bisher)

Die Betriebsgenehmigung für die Teststrecke im Emsland läuft Ende Oktober aus und werde vielleicht bis Ende des Jahres verlängert, hieß es aus dem Ministerium. Darüber hinaus gibt es vom Bund aber keinerlei finanziellen Zusagen zur Förderung des Weiterbetriebs mehr.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft der Transrapid-Teststrecke soll die Anlage zum Jahresende definitiv geschlossen werden. Was im Anschluss passiert, ist noch unklar. Für einen Rückbau der Strecke gibt es noch keinen Zeitplan.

Das einstige deutsche Prestigeprojekt war durch einen Unfall aufs Abstellgleis geraten: Am 22. September 2006 war die Magnetschwebebahn mit Tempo 170 auf ein 50 Tonnen schwere Wartungsfahrzeug geprallt. Alle Passagiere aus dem ersten Segment des Zuges kamen dabei ums Leben.

Quelle: n-tv.de, dpa

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