Wirtschaft

Weltweit jedes dritte Bier USA erlauben AB Inbev-SABMiller-Fusion

ed41330b5bf13bb2940520c7789a1238.jpg

Künftig kommt weltweit jedes dritte Bier aus diesem Konzern.

(Foto: REUTERS)

Es wird ein 100-Milliarden-Dollar-Geschäft. Das US-Justizministerium erlaubt die Fusion der beiden Bier-Riesen SABMiller und AB Inbev. Allerdings müssen die Konzerne einige Auflagen dafür erfüllen. Auch die EU-Kommission hatte Bedenken.

Die US-Regierung hat die mehr als 100 Milliarden Dollar schwere Übernahme von SABMiller  durch AB Inbev genehmigt. Allerdings knüpfte das Justizministerium diese Erlaubnis an Auflagen. So muss sich AB Inbev vom gesamten US-Geschäft von SABMiller trennen. Der Konzern vereinbarte bereits, dass Molson Coors das SABMiller-Gemeinschaftsunternehmen Millercoors komplett übernimmt. AB Inbev rechnet weiterhin damit, dass der Zusammenschluss in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne geht.

Die EU-Kommission nannte im Mai ebenfalls Bedingungen für den Zusammenschluss der beiden führenden Unternehmen der Branche. Die Genehmigung werde nur erteilt, da AB InBev die fast vollständige Trennung vom Biergeschäft von SABMiller in Europa zugesagt habe, hieß es zur Begründung. So soll das Geschäft von SABMiller in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Großbritannien an den japanischen Konkurrenten Asahi verkauft werden. Auch die Aktivitäten des Branchenzweiten in Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei würden veräußert. Zu SABMiller gehörten bisher unter anderem die Biermarken Pilsner Urquell und Grolsch.

Durch den Zusammenschluss der beiden entsteht ein neuer Brauerei-Riese, der weltweit mehr als jedes dritte Bier herstellt. AB InBev ist vor allem an den lukrativen SAB-Sparten in Afrika und in Lateinamerika interessiert. Dort steigt der Bierkonsum kräftig an. In Europa und den USA geht er dagegen zurück.

Quelle: n-tv.de, ppo/rts

Mehr zum Thema