Wirtschaft

Rekordplus dank Immobilien Wells Fargo verdient prächtig

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Im Schnitt jedes dritte Immobiliendarlehen in den USA stammt von Wells Fargo.

(Foto: AP)

Der größte US-Häuserfinanzierer Wells Fargo profitiert von der Erholung am US-Häusermarkt. Die Bank steigert ihren Quartalsgewinn deutlich und steht damit bei den Erträgen auf Augenhöhe mit JP Morgan.

Für die viertgrößte US-Bank Wells Fargo geht es stetig bergauf: Im zweiten Quartal stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent. Unter dem Strich blieben Wells Fargo 4,6 Mrd. Dollar. Damit lag das Finanzinstitut nahezu auf einem Niveau mit JP Morgan Chase, die am selben Tag den Bilanzreigen der großen US-Geldhäuser eingeläutet hatte.

Wells Fargo profitiert zunehmend von ihrer Marktführerschaft in den USA bei der Vergabe von Häuserdarlehen. Der Gewinn im Hypothekengeschäft stieg auf 2,9 Mrd. Dollar von 1,6 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Zudem verbesserte sich die Qualität der Kredite. So gab die Bank 400 Mio. Dollar frei, die zunächst für die Risikovorsorge gedacht waren. Da sich die Wirtschaftslage in den USA in diesem Jahr etwas entspannt hat, zahlen die Schuldner ihre Kreditraten wieder pünktlicher. Die Einnahmen der Bank legten um rund vier Prozent auf 21,3 Mrd. Dollar zu.

Rechtsstreit ausgeräumt

Wells Fargo
Wells Fargo 48,66

Tags zuvor stimmte die Bank zu, 175 Mio. Dollar zu zahlen, um einem möglichen langjährigen Rechtsstreit mit dem Justizministerium aus dem Weg zu gehen. Dieses warf Wells Fargo vor, während des Häuserbooms von Afro-Afrikanern und Hispano-Amerikanern höhere Raten und Hypothekengebühren verlangt zu haben.

Die Bank ist einer der großen Gewinner der Finanzkrise. Sie hatte in der Krise den Rivalen Wachovia übernommen. Inzwischen mischen die Kalifornier auch international stärker mit. Von der zerschlagenen Düsseldorfer WestLB übernahmen sie Ende Juni das Geschäft mit Beteiligungsgesellschaften und Immobilienfonds sowie ein milliardenschweres Kreditpaket.

Nach JP Morgan und Wells Fargo legen in der kommenden Woche die übrigen Schwergewichte wie Bank of America, Citigroup sowie die Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre Zahlen vor. Die Deutsche Bank veröffentlicht ihren Quartalsbericht am 31. Juli.

Quelle: n-tv.de, nne/dpa/rts

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