Wirtschaft

Krisensitzung vertagt Wie geht es weiter mit BER-Chef Mühlenfeld?

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Wird Flughafenchef Karsten Mühlenfeld entlassen?

(Foto: picture alliance / dpa)

Am Mittwochabend sollte eine Pressekonferenz stattfinden, auf der die Ergebnisse der Sondersitzung zur BER-Führungskrise veröffentlicht werden sollten. Sie fand aber nicht statt. Das heizt Spekulationen an.

Die Sondersitzung zur Führungskrise der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft ist vertagt worden. Das Treffen des BER-Aufsichtsrates sei in der Nacht zum Donnerstag "nach ergebnisoffener Diskussion unterbrochen" worden, teilte die Flughafengesellschaft mit. Die Beratungen sollen nun am kommenden Montag fortgesetzt werden.

Vor dem Krisentreffen war gemutmaßt worden, Flughafenchef Karsten Mühlenfeld könne entlassen werden. Der Bund und Berlin sind verärgert über seine Personalpolitik. Mühlenfeld und Finanzgeschäftsführerin Heike Fölster haben den Tagungsort bis zum späten Abend aber noch nicht verlassen.

Nach dpa-Informationen war im Rahmen des Treffens der Kontrolleure auch eine Gesellschafterversammlung mit Vertretern der Länder Berlin und Brandenburg sowie des Bundes geplant. Das könnte auf einen weitergehenden Umbau der Unternehmensführung hindeuten. Während der Aufsichtsrat die Geschäftsführer bestellt, zählt zu den Aufgaben der Gesellschafterversammlung, ihre Zahl fest

Der pannengeplagte BER sollte ursprünglich 2011 in Betrieb genommen werden. Der Start verzögerte sich immer wieder durch technische Mängel und Pfusch am Bau. Zudem vervielfachten sich die Kosten auf mehr als sechs Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP

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