Wirtschaft

Neun Wochen nach dem Erdbeben Zulieferer bremsen Honda

Die Katastrophe vom 11. März wirkt in den Lieferketten der japanischen Automobilindustrie weiter nach: Honda kämpft eigenen Angaben zufolge weiterhin mit Engpässen bei Elektronik, Farben und Gummiteilen, sieht aber Anzeichen der Besserung. Auch bei Nissan und Toyota rechnen die Planer mit anhaltenden Problemen.

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Noch lange nicht auf normalem Niveau: Japans Autobauer hoffen auf den Herbst.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als zwei Monate nach der verheerenden Beben- und Atomkatastrophe in Japan normalisiert sich beim japanischen Autobauer Honda Motor die Produktion. Bei den Zulieferern nehme die Erholung Fahrt auf, teilte der Konzern mit. Wann die Bänder wieder auf normalem Niveau laufen könnten, hänge aber nach wie vor von der Zuliefer-Branche ab.

Honda-Finanzchef Fumihiko Ike zufolge gibt es derzeit noch Probleme bei der Lieferung von Elektronik, Farben und Gummiteilen. Im April hatte Honda erklärt, die Produktion werde bis zum Jahresende wieder das Niveau von vor dem verheerenden Erdbeben erreichen. Nun betonte Ike, dass sei das schlimmste Szenario. Es könne auch besser laufen.

Konkurrent Nissan Motor rechnet damit, sich bereits bis Oktober vollständig von den Folgen des Bebens und Tsunamis am 11. März zu erholen. Der Konzern arbeite hart daran, es früher zu schaffen, sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn. Der angeschlagene Weltmarktführer Toyota geht davon aus, dass die Produktion ab Juni wieder anzieht. Analysten zufolge erholen sich alle drei Autobauer auf ähnlichem Niveau.

Quelle: ntv.de, rts