Wirtschaft

Böses Omen für Facebook Zynga stürzt ins Bodenlose

Der Social-Games-Hersteller Zynga präsentiert die Zahlen fürs zweite Quartal und unterbietet damit selbst die miesesten Prognosen. Während die Zynga-Aktie in den Keller rutscht, wird auch Facebook als wichtigster Partner mitgerissen. Heute legt Facebook den ersten Quartalsbericht vor.

Die schlechten Nachrichten nach dem verpatzten Börsengang von Facebook nehmen einfach kein Ende: Einen Tag bevor das Soziale Netzwerk seine Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal vorlegt, enttäuschte der enge Spiele-Partner Zynga mit seinem Abschneiden. Die Zynga-Aktie stürzte nachbörslich ins Bodenlose. Sie verlor fast 40 Prozent ihres Werts. Für Facebook ging es in der Folge um annähernd 9 Prozent runter.

Zynga und Facebook haben eine fast symbiotische Verbindung: Über das Soziale Netzwerk kommen die meisten Spieler zu Zynga. Der Entwickler verdient sein Geld dabei mit dem Verkauf virtueller Güter wie Traktoren in "Farmville" oder Gebäuden in "Cityville". Facebook bekommt einen Anteil an diesen Einnahmen und verdankt Zynga etwa 15 Prozent seines Umsatzes. Zynga wiederum generiert rund 90 Prozent seines Umsatzes über Facebook. Doch während Facebook-Nutzer vermehrt über Tablets oder Smartphones auf das Netzwerk zugreifen, konnte sich Zynga hier bislang nur schwer positionieren. Im letzten Quartal verlor der Spielehersteller fast 23 Millionen Dollar und kappte auch noch seine Jahresprognose.

Die Anspannung vor der ersten Zahlenvorlage von Facebook als börsennotiertem Unternehmen ist ohnehin zum Zerreißen gespannt. In den vergangenen Tagen kursierten Gerüchte, dass Facebook die Nutzer weglaufen. Viele Beobachter rechnen zumindest mit einer Abschwächung des Wachstums. Die Facebook-Aktie lag mit nachbörslich gut 27 Dollar nur noch knapp über ihrem Allzeittief von 25,52 Dollar. Im Mai beim Börsengang hatten Gründer Mark Zuckerberg und andere Investoren die Papiere zu 38 Dollar unters Volk gebracht.

Quelle: ntv.de, dpa/rts