Mittwoch, 09. Januar 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:58 Uhr

Dax zuckt vor 11.000-Punkte-Marke zurück

Die deutschen Standardwerte landen komfortabel im Plus, können ihre Tagesgewinne aber nur teilweise mit in den Feierabend nehmen. Mit den nachgebenden Kursen an der Wall Street geraten auch sie unter Druck.

DAX
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Am Ende landet der Dax mit 0,8 Prozent im Plus bei 10.893 Punkten. Konkrete Gründe für den späten Rücksetzer gibt es im Handel nicht. Eine Begründung könnte sein, dass bislang keine Details zu den Ergebnissen der Handelsgespräche zwischen den USA und China veröffentlicht wurden.

Negativ könnte auch der extrem starke Anstieg der Benzin- und Destillate-Lagerbestände gewertet werden. Brent hat nach den Daten einen großen Teil seiner Tagesgewinne abgegeben.

Für Auftrieb sorgten neben den positiven Rückmeldungen von den Handelsgesprächen auch die mögliche Bereitwilligkeit der US-Notenbank zur Verlangsamung des Zinserhöhungstempos. Eine etwas lockerere Geldpolitik würde Aktien gegenüber Anleihen in einem besseren Licht erscheinen lassen, schreibt Marktanalyst Salah Bouhmidi von DailyFX.

Daimler
Daimler 49,70

Bei den Einzeltiteln profitierten die Autotitel. Mercedes-Benz Cars hat 2018 seinen Absatz leicht gesteigert und den achten Jahresrekord in Folge eingefahren. Für die Daimler-Aktie ging es daraufhin um 2,9 Prozent nach oben. Die Aktie des Zulieferers Continental schaffte ein Plus von 3,0 Prozent. 

Dax-Schlusslicht waren Deutsche Bank mit einem Minus von 2,8 Prozent. Hier belastete eine Kurszielreduzierung durch die UBS. Daneben wurde im Handel kritisiert, dass die Bank laut Medienberichten ihre Bonuszahlungen für das abgelaufene Jahr nur um 10 Prozent reduzieren wolle. "Nach den extrem hohen Boni im Vorjahr ist eine Kappung um 10 Prozent allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein", hieß es. Nachdem sich der Aktienkurs halbiert habe, sei an der Börse mit einer deutlich höheren Senkung der Boni gerechnet worden.

17:25 Uhr

Eurokurs steigt über 1,15 Dollar

Der Eurokurs ist nach Aussagen eines US-Notenbankers zur Zinspolitik über die Marke von 1,15 US-Dollar gestiegen.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,12

Die Gemeinschaftswährung klettert am Nachmittag bis auf 1,1539 US-Dollar und notierte damit etwa einen Cent höher als im Mittagshandel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1455 (Dienstag: 1,1440) US-Dollar festgelegt. Der Dollar hatte damit 0,8730 (0,8741) Euro gekostet.

Vertreter der US-Notenbank Fed hatten zuletzt die Zinserhöhungserwartungen gedämpft. Der Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, hält sogar eine Leitzinssenkung für möglich. "Wir müssen signalisieren, dass wir nicht auf einen bestimmten Politikpfad festgelegt sind", sagte er am Mittwoch in Tennessee. Steigende Zinsen stützen tendenziell eine Währung.

16:21 Uhr

Bad news verpuffen: Anleger bleiben Apple treu

Die Schockwellen nach der Umsatzwarnung bei Apple sind kaum abgeebbt, schon kommt die nächste Hiobsbotschaft: Der Konzern fährt wegen der schwächelnden Nachfrage vor allem in China die Produktion neuer iPhone-Modelle zurück.

Von Januar bis März seien rund zehn Prozent weniger Smartphones angefordert worden als zunächst geplant, meldete die "Nikkei Asian Review" unter Berufung auf Insider.

Anleger lässt das jedoch größtenteils kalt. Apple-Aktien notieren 0,5 Prozent im Plus. Grund dafür ist, dass die Kürzung geringer ausfällt als von vielen nach der jüngsten Warnung befürchtet. Andererseits urteilt die HSBC, dass die China-Probleme des Konzerns schlimmer seien als erwartet und senkt das Kursziel auf 160 von 200 Dollar.

Apple
Apple 244,55

16:02 Uhr

Handelsgespräche und Zinshoffnungen: Dax und Dow im Glück

Die deutschen Standardwerte setzen ihre Erholung Richtung der 11.000-Punkte-Marke fort. Auftrieb geben weiterhin die Handelsgespräche zwischen den USA und China. Am frühen Nachmittag legt der deutsche Leitindex Dax 1,1 Prozent auf 10.942 Punkte zu.

DAX
DAX 13.221,64

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax klettert um 1,7 Prozent auf 22.873 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewinnt 0,9 Prozent.

Auch die Wall Street zieht an: Hier gewinnt der Dow Jones 0,7 Prozent auf 23.958 Zähler, der S&P-500 legt um 0,4 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,7 Prozent. Auch hier stehen die Handelsgespräche zwischen den USA und China im Blick. Offenbar gibt es einige Fortschritte. 

Zudem treibt die Zinsfantasie neue Blüten, denn die jüngst taubenhaften Aussagen der US-Notenbank haben weitere Verstärkung erhalten. St.-Louis-Fed-Gouverneur James Bullard hält weitere Zinserhöhungen nicht für gerechtfertigt und schließt auch, im Fall des Falles, Zinssenkungen nicht aus.

S&P 500
S&P 500 3.180,75

 

14:47 Uhr

Chinas Zentralbank zu Geldpolitik und Risiken des Finanzsektors

Chinas Zentralbank will nach den Worten ihres Gouverneurs Yi Gang eine aggressive geldpolitische Lockerung vermeiden. In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua sagte der Chef der People's Bank of China (PBoC), die PBoC wolle die Bemühungen um eine strukturelle Entschuldung nicht gefährden, während sie eine angemessene Liquiditätsversorgung sichere.

Yi wies zudem darauf hin, dass der "zunehmende Druck auf das Wirtschaftswachstum" die Kreditnachfrage und den Risikoappetit der Banken schwäche. Nach seiner Aussage will die PBoC ihre Fazilität für mittelfristige, gezielte Kredite erstmals Ende Januar einsetzen.

Die makroökonomischen Hebelrisiken für China bezeichnete die Zentralbank als "grundsätzlich stabil". Trotzdem kündigte Yi eine Reaktion der Zentralbank auf die Auswirkungen an, die die "signifikanten externen Unsicherheiten" für die Finanzmärkte hätten.

14:24 Uhr

Neue Bremsspuren in der Wirtschaft: Chinesen kaufen weniger Autos

China hat eine Einigung im schwelenden Handelskonflikt mit den USA dringend nötig. Denn es gibt schon wieder neue Indizien, die für eine harte Landung des jahrzehntelang boomenden Staates sprechen:

Inmitten des Handelsstreits mit den USA ist der heimische Automarkt erstmals seit mehr als 20 Jahren geschrumpft. Der Absatz von Personenwagen sackte 2018 um sechs Prozent zum Vorjahr ab, berichtete der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) in Peking.

Der Verkaufsrückgang trifft auch die großen deutschen Autokonzerne, für die China der größte Markt ist. Im Dezember beschleunigte sich der Rückgang noch einmal dramatisch. Der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel in dieser Abgrenzung sogar um 19 Prozent.

2018 seien auf dem jahrelang boomenden, größten Automarkt der Welt nur noch 22,7 Millionen Autos verkauft worden. Ursachen sind nach Angaben von Experten die Zollerhöhungen auf Importe von US-Autos, die Verunsicherung über den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie das langsamere Wirtschaftswachstum in China.

13:50 Uhr

Ratingagentur Fitch droht USA mit Abstufung

Die Ratingagentur Fitch hat die USA vor dem Hintergrund des aktuellen Haushaltsstreits zwischen dem Präsidenten und dem Kongress vor einem Verlust ihres erstrangigen Kreditratings gewarnt.

"Sollte die Schließung von Bundesbehörden bis zum 1. März anhalten und einige Monate später die Schuldenobergrenze zum Problem werden, müssen wir möglicherweise über den politischen Handlungsrahmen nachdenken und über die Unfähigkeit, einen Haushalt zu verabschieden, und überlegen, ob dass alles zu einem AAA-Rating passt", sagte Fitchs Länderrating-Chef James McCormack CNBC.

Fitch wolle außerdem eine fiskalische Reaktion auf den sich abzeichnenden Anstieg der Schuldenlast sehen.

Hier mehr zur Haushaltskrise in den USA

 

12:49 Uhr

Bußgeld für Auto-Banken-Kartell in Italien: BMW, Daimler und VW dabei

Italiens Wettbewerbsaufsicht hat mehrere Automobilhersteller und ihre Banktöchter im Land mit einer Geldstrafe von insgesamt rund 678 Millionen Euro belegt. Sie ahndet damit ein mehr als zehn Jahre währendes Autofinanzierungskartell.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.444,21

Das Kartell soll zwischen 2003 und 2017 aktiv gewesen sein. Beteiligt waren BMW, Daimler, Fiat Chrysler Automobiles, Ford, General Motors, Renault, Peugeot, Toyota Motor, Volkswagen sowie zwei Wirtschaftsverbände und die Santander Consumer Bank.

Die Untersuchung, die nach einem Kronzeugenantrag von Daimler aufgenommen wurde, ergab nach Behördenangaben eine "komplexe und anhaltende Vereinbarung über den Austausch sensibler Informationen über aktuelle und zukünftige Mengen und Preise" über Kredite und andere Kfz-Finanzierungsprodukte.

12:19 Uhr

Air France-KLM fliegt Ryanair und Lufthansa hinterher

Die Fluggesellschaft Air France-KLM hat 2018 trotz Streiks mehr Passagiere befördert als ein Jahr zuvor.

Air France-KLM
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Auch dank eines stärkeren Zuwachses im Dezember kam die Lufthansa-Rivalin im Gesamtjahr auf 101,4 Millionen Fluggäste und damit 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das teilte der französisch-niederländische Konzern in Paris mit.

Die Auslastung der Maschinen der Konzernfluglinien Air France, KLM, Hop! und Transavia verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 87,9 Prozent.

Mit der Passagierzahl blieb der Konzern allerdings deutlich hinter der Lufthansa und Europas größtem Billigflieger Ryanair zurück. Der Billigflieger aus Irland meldete für 2018 gut 139 Millionen Fluggäste. Die Lufthansa dürfte selbst bei einem Nullwachstum im Dezember im Gesamtjahr die Marke von 141 Millionen Passagieren geknackt haben. Damit hätte sie ihre Position als Europas größte Fluggesellschaft verteidigt. Die Lufthansa will ihre Passagierzahlen am Donnerstag (10. Januar) vorlegen.

 

11:57 Uhr

Intershop-Kapitalerhöhung schickt Aktie in den Keller

Die Aktionäre von Intershop haben es wahrhaftig nicht leicht .... Nach der Umsatz- und Gewinnwarnung vor zwei Monaten, heißt es jetzt: Wir müssen frisches Geld tanken.

Intershop
Intershop 1,00

Bei einem Bezugsverhältnis von 8 zu 1 und einem Bezugspreis von 1,14 Euro sollen knapp 5 Millionen Euro eingesammelt werden. Weil Intershop für das Geschäftsjahr 2019 bei wieder steigenden Umsätzen ein noch leicht negatives operatives Ergebnis erwartet, bleibt abzuwarten, ob die Anteilseigner von ihrem Recht Gebrauch machen werden.

Die Aktie taucht bis zu 7 Prozent auf 1,25 Euro ab.

Die Aktie von Intershop ist in den Börsen-Indizes CDax, Primeall und TechAllShare notiert.

11:27 Uhr

Börsen-Talfahrt reißt Milliardenloch bei Schweizerischer Zentralbank

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schreibt 2018 tiefrote Zahlen. Den Fehlbetrag beziffert die Zentralbank laut vorläufigen Berechnungen auf 15 Milliarden Schweizer Franken.

SNB
SNB 5.290,00

Grund dafür sind Bewertungsverluste auf Fremdwährungspositionen von rund 16 Milliarden Franken. Auf Gold musste die Notenbank einen Bewertungsverlust von 0,3 Milliarden Franken hinnehmen, den Gewinn auf Franken-Positionen bezifferte die SNB auf 2 Milliarden Franken.

Trotz des hohen Verlustes will die Notenbank, die neben der Bank of Japan zu den wenigen börsennotierten Zentralbanken gehört, eine Dividende zahlen. Angesichts hoher Reserven sollen an Bund und Kantone insgesamt 2 Milliarden Franken ausgeschüttet werden. Den ausführlichen Bericht zum Jahresabschluss will die SNB am 4. März vorlegen, den Geschäftsbericht am 21. März.

10:46 Uhr

Weltbank stellt Donald Trump schlechtes Zeugnis aus

Die Weltbank hat ihre Prognosen für das weltweite Wachstum 2019 und 2020 gesenkt und dies mit einer Reihe von Faktoren begründet: Dazu zählen Handelsspannungen ebenso wie Instabilität an den Finanzmärkten und Herausforderungen für die Währungen in einer Reihe von Schwellenländern.

Für beide Jahre drosselten die Experten ihre halbjährliche Schätzung für das globale Wachstum um 0,1 Prozentpunkt. 2019 soll die Weltwirtschaft nun nur noch um 2,9 Prozent wachsen nach 3,0 Prozent im Jahr 2018. Für letzteres hatte die Weltbank im Juni noch 3,1 Prozent vorhergesagt.

Besonders stark soll es die USA treffen. Der vom US-Präsidenten häufig bemühte Boom nach seiner Steuerreform werde nur kurz anhalten. Schon 2020 werde das US-Wachstum von 2,9 Prozent im Jahr 2018 auf 1,7 Prozent sinken.

Hier mehr zur Wachstumsflaute in China.

10:28 Uhr

Keine Flaute in der Geldbörse: Satter Gehaltssprung für Apple-Chef Cook

Apple-Chef Tim Cook hat im vergangenen Jahr ein sattes Gehaltsplus eingefahren: Der Manager verdiente 2018 fast 15,7 Millionen Dollar (knapp 14 Millionen Euro), wie aus Dokumenten des US-Technologiekonzerns an die Börsenaufsicht hervorgeht. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent zum Vorjahr.

Apple
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Der Verdienst setzt sich aus einem Basisgehalt von drei Millionen Dollar, Bonuszahlungen in Höhe von zwölf Millionen Dollar sowie 680.000 Dollar an "weiteren Kompensationen" zusammen. Diese umfassen zum Beispiel Flugreisen und Sicherheitsausgaben.

Es ist das zweite Jahr in Folge, dass Cook einen deutlichen Gehaltssprung machte. Im Jahr 2017 steigerte er seinen Verdienst um gut vier Millionen Dollar auf 12,8 Millionen Dollar.

Hier mehr

09:33 Uhr

Deutsche Bank wird abgewatscht für Bonuskürzung

Gegen die positive Dax-Tendenz geht es für Deutsche Bank um 1,4 Prozent nach unten, nach einem Bericht der Financial Times, wonach der Bonus-Pool gekürzt werden dürfte. "Das lässt befürchten, dass es im Investmentbanking weiter nicht rund läuft", meint ein Händler. Commerzbank notieren 0,1 Prozent höher.

09:25 Uhr

Hoffnung im Zollstreit trägt Dax nach oben

Die schwindende Angst vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft verhilft deutschen Aktienwerten zu Kursgewinnen. Der Dax schwingt sich zum Auftakt 0,7 Prozent auf 10.884 Punkte zu.

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Laut der Regierung in Peking sind die Handelsgespräche zwischen den USA und China abgeschlossen. Die Ergebnisse würden im Laufe des Tages präsentiert. Börsianer hatten die Verlängerung der ursprünglich auf zwei Tage angesetzten Verhandlungen als Zeichen gewertet, dass beide Seiten an einer Lösung für den Zollstreit interessiert seien.

Daneben warteten Anleger gespannt auf die Veröffentlichung der Fed-Protokolle am Abend (MEZ). Von den Mitschriften der jüngsten geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank erhoffen sie sich Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen. Führende Notenbanker hatten zuletzt für eine behutsamere Gangart plädiert.

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählen die Papiere von Daimler, die sich um 2,2 Prozent verteuern. Der Autobauer hatte den achten Jahres-Absatzrekord in Folge bekannt gegeben.

08:17 Uhr

Zuversicht an der Börse: Dax erwartet Einigung in Peking

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(Foto: picture alliance / Christoph Sch)

Optimistischer Aufwind an der Börse: Am deutschen Aktienmarkt können sich Anleger auf einen freundlich bis starken Handelsauftakt einstellen.

  • Auf Teleboerse.de wird der Leitindex Dax zur Eröffnung bei 10.910,00 Punkten gesehen, was einem Plus von 1,0 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer bereits 0,5 Prozent fester bei 10.803,98 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Die wichtigsten Gesprächsthemen am Morgen kreisen um die chinesisch-amerikanischen Handelsgespräche in Peking und die Aussichten auf eine gütliche Einigung der beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte.
Dax
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08:09 Uhr

US-Ölpreis springt über die 50-Dollar-Marke

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Konjunkturrisiko Handelsstreit: Sollte es zwischen der USA und China zu einer gütlichen Einigung kommen, würde ein wichtiger Hemmschuh der Ölnachfrage wegfallen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Aufwärtsbewegung an den Rohstoffmärkten: Die Ölpreise legen am Morgen leicht zu. Hinweise auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China ließen den Preis für US-Öl erstmals seit Dezember wieder über die Marke von 50 Dollar steigen.

  • Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 71 Cent auf 50,49 Dollar.
  • Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 59,48 Dollar. Das sind 76 Cent mehr als am Vortag.
  • An den Finanzmärkten schöpften die Anleger mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China wieder etwas mehr Mut, hieß es. Die Zeichen stünden auf Entspannung.

Die Gespräche um eine Beilegung des Handelskonflikts der beiden größten Volkswirtschaften der Welt wurden zuletzt überraschend verlängert. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump verkündet, die Verhandlungen liefen "sehr gut".

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 59,37

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,64

06:50 Uhr

Nikkei-Anleger wetten auf Handelsdeal in Peking

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Handelsstreit mit den USA: Chinas Staatspräsident Xi Jinping ist zugleich auch Generalsekretär der Kommunistischen Partei.

(Foto: imago/Xinhua)

Spekulationen auf eine Annäherung im Handelsstreit beflügeln die japanischen Börsen zur Wochenmitte. Die ursprünglich auf zwei Tage angesetzten Verhandlungen in Peking wurden überraschend verlängert.

  • Der Nikkei-Index legt den dritten Tag in Folge zu. Bis zum Ende des Vormittagshandels stieg der japanische Leitindex mit den 225 führenden Werten um 1,1 Prozent auf 20.416 Punkte.
  • Der breiter gefasste Topix klettert ähnlich stark auf 1535 Zähler.
  • Der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet auch exportorientierte Staaten wie Japan und Deutschland.

Vertreter der USA und China äußerten sich zuletzt zuversichtlich zu den Verhandlungen. Eine Beilegung der handels-, macht- und wirtschaftspolitischen Konfrontation scheint demnach möglich. Insider deuteten jedoch an, dass es bei einigen Punkten noch immer deutliche Unterschiede gebe.

Nikkei
Nikkei 24.005,06

 

06:35 Uhr

Euro wertet unsicher auf

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Die Handelsgespräche in Peking gehen in die Verlängerung: Wie wird der Euro auf eine mögliche Beilegung des Zollstreits zwischen den USA und China reagieren?

(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

An den Devisenmärkten beginnt das Handelgeschehen zur Wochenmitte mit einem leichten Aufschlag beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung bewegt sich weiter in einer engen Spanne knapp unter 1,15 Dollar.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1459 Dollar und damit 0,15 Prozent über dem Vorabendniveau.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1440 (Montag: 1,1445) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8741 (0,8737) Euro.
  • Im asiatisch geprägten Handel hatte der Euro in der Nacht bereits leicht aufgewertet und kostete im Schnitt 1,1456 Dollar.

Mehrere große Unsicherheitsfaktoren hängen derzeit über dem Devisenhandel: Neben dem chinesischen-amerikanischen Handelsstreit und den befürchteten Auswirkungen auf die Weltkonjunktur müssen sich Investoren derzeit vor allem mit den Unwägbarkeiten des "Brexits", dem "Shutdown" in den USA und den wachsenden Zinsunterschieden in Europa und den USA beschäftigen.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12