Montag, 24. Februar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax schwer von Corona-Angst gezeichnet - minus 4 Prozent

499eba02a3041acac7aaf01c0c991267.jpg

(Foto: 499eba02a3041acac7aaf01c0c991267.jpg)

Der Rosenmontag 2020 war aus Börsensicht ein sehr ereignisreicher Tag. Massive Kursverluste erschütterten heute die europäischen Aktienmärkte. Nachdem die Anleger lange davon ausgegangen waren, dass eine örtliche Begrenzung des Coronavirus keine allzu große Auswirkung auf das globale Wirtschaftswachstum haben sollte, hat sich die Sichtweise mit den Nachrichten vom Wochenende geändert. Nach einem starken Anstieg der Zahl der Corona-Infizierten in Korea, dem Iran und Italien geht nun die Angst vor einer Pandemie an den Märkten um. So gingen die Anleger auf geringeres Risiko und trennten sich in großem Stil von Aktien.

So auch in Frankfurt, wo ein besser als erwartet ausgefallener Ifo-Geschäftsklimaindex nur eine untergeordnete Rolle spielte. Der Dax brach um 4,0 Prozent ein und schloss bei 13.035 Punkten - damit verlor er im Vergleich zum Freitag fast 550 Zähler. Am Nachmittag hatte der Leitindex mit 12.982 Stellen die 13.000er-Marke unterschritten. Der MDax sank um 3,8 Prozent auf 27.885 Zähler. Der TecDax fiel um ebenfalls 3,8 Prozent auf 3115 Stellen. Auch der EuroStoxx50 blutete: minus 4,1 Prozent auf 3647 Punkte.

Keiner der 30 Dax-Werte konnte Gewinne verbuchen. Am meisten setzte die Corona-Angst dem Lufthansa-Papier zu - es verbilligte sich um 8,8 Prozent. Dax-"Sieger" waren Vonovia mit minus 0,9 Prozent.

17:15 Uhr

Sanders-Sieg in Nevada lastet auf Krankenversicherern

2f316a0602b6f716641cd59f46d94dd8.jpg

Bernie Sanders

(Foto: AP)

Der Sieg des linksgerichteten Senators Bernie Sanders bei der Vorwahl der Demokraten in Nevada drückt die Aktien der US-Krankenversicherer ins Minus. Die Papiere von UnitedHealth, CVS Health und Cigna gaben bis zu 5,7 Prozent nach.

Der 78 Jahre alte Sanders ist für eine Abschaffung privater Krankenversicherungen zugunsten eines staatlichen Systems.

16:50 Uhr

Corona-Angst sorgt für Flucht in den sicheren Gold-Hafen

Die Goldrally reißt nicht ab, Anleger suchen wegen der Coronavirus-Epidemie den sicheren Hafen. Wie teuer kann die Feinunze Gold überhaupt noch werden? Bianca Thomas spricht mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank über den Höhenflug des Edelmetalls und wie Anleger darauf setzen können.

16:28 Uhr

Buffett sieht derzeit S&P-500 als aussichtsreicheres Investment

imago81251533h.jpg

Warren Buffett

(Foto: imago/Future Image)

Für Star-Investor Warren Buffett war 2019 nicht allzu erfolgreich, sein Investmentvehikel Berkshire Hathaway war im vergangenen Jahr wie auch im vergangenen Jahrzehnt schwächer gelaufen als der marktbreite US-Börsenindex S&P-500. Buffett rechtfertigte im Gespräch mit CNBC die Entwicklung. Berkshire sei einfach zu groß, um die Entwicklung deutlich zu übertreffen.

Der S&P-500 könne ein aussichtsreicheres Investment darstellen. Allerdings, so glaubt Buffett, werde Berkshire diesen mit einer kleinen Rate irgendwann überflügeln. "Bei fallenden Märkten werden wir den Index schlagen. So einfach ist das", sagte Buffett.

15:40 Uhr

Wall Street tiefrot - Dow minus 1000 Punkte - Ölpreis fällt kräftig

imago96458211h.jpg

(Foto: imago images/UPI Photo)

Auch die US-Anleger haben aus Furcht vor der Ausbreitung des Coronavirus in Scharen die Flucht ergriffen. Erkrankungen und Todesfälle in Italien und mehreren anderen Staaten schürten die Angst vor größeren Belastungen für die weltweite Konjunktur. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte brach zu Handelsstart um fast 1000 Punkte ein und lag mit 27.995 Zählern 3,4 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 3,2 Prozent auf 3231 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 4,3 Prozent auf 9166 Punkte ab.

Parallel dazu rauschten die Ölpreise runter - Grund ist die Angst vor einem Nachfrageeinbruch. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 5 Prozent.

15:32 Uhr

Dax unterschreitet 13.000er-Marke - fast 600 Punkte futsch

Nun ist es soweit: Der Kursfall nimmt am Nachmittag eine noch größere Dynamik an. Der Dax fällt unter die Marke von 13.000 Punkten und weist nur noch 12.982 Zähler auf - das entspricht einem Minus von 4,3 Prozent.

Grund für die große Nervosität in Frankfurt ist die Ausbreitung des Coronavirus in Italien. Auch andere Börsenbarometer in Europa wurden nach unten gezogen. Der Pariser Index CAC-40 fiel bis Nachmittag um 4 Prozent.

15:24 Uhr

Coronavirus: große Sorge um Italiens Wirtschaft

imago86786996h.jpg

(Foto: imago images / Christian Ohde)

Die ohnehin schon gebeutelte italienische Wirtschaft wird nach Ansicht der Analysten von Equita durch das Coronavirus noch weiter belastet. Die betroffenen Regionen Lombardei und die Region Venetien stünden für 30 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Die größten Auswirkungen dürften Unternehmen zu spüren bekommen, die direkt oder indirekt vom Tourismus abhingen, Unternehmen mit einer hohen Konsumenten-Exposition sowie Unternehmen mit Produktionsstätten vornehmlich in Norditalien.

Bei einer Verschlechterung der Situation müsse man mit einem vollständigen Produktionsstopp rechnen, so die Analysten. Der Präsident der italienischen Notenbank, Ignazio Visco, schätzt, dass das Virus Italiens Wachstum um 0,2 Prozentpunkte belasten könnte.

14:59 Uhr

Dax leidet noch stärker - minus 4,2 Prozent

In Frankfurt nichts Neues: Eine halbe Stunde vor Eröffnung des Handels in den USA hat der Dax seinen Verlust noch weiter vergrößert - der Leitindex fiel um 4,2 Prozent auf 13.007 Punkte. Massive Verluste verzeichneten auch MDax (minus 4,2 Prozent) und TecDax (minus 4,4 Prozent). Der EuroStoxx50 sackte um 3,9 Prozent auf 3651 Stellen ab.

Die Angst vor dem Coronavirus hat die Aktienmärkte weltweit zum Teil massiv fallen lassen. Diesem Abwärtstrend werden sich wohl auch die US-Börsen anschließen.

Dax
Dax 9.935,84

 

14:38 Uhr

Aktien der Coronavirusmittel-Entwickler laufen gut

Gilead Sciences
Gilead Sciences 68,25

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas treibt Anleger zum Einstieg bei Entwicklern eines Gegenmittels. So kletterte der Aktienkurs von Gilead im vorbörslichen US-Geschäft auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 71,65 Dollar.

Ein Antivirenmittel der Pharmafirma hat bei Tierversuchen Erfolge im Kampf gegen den Erreger Covid-19 gezeigt. Die Impfstoff-Hersteller Inovia, Vaxart und Novavax gewinnen bis zu 11 Prozent. Gefragt sind auch die Papiere des Virustest-Anbieters Co-Diagonstics und des Schutzbekleidungsproduzenten Lakeland. Ihre Papiere verteuern sich um bis zu 10 Prozent.

14:16 Uhr

Virus-Angst treibt den Franken-Kurs nach oben

90528475.jpg

(Foto: picture alliance / Schweizerisch)

Aus Angst vor den Folgen der Coronavirus-Ausbreitung für die globale Wirtschaft sind viele Anleger heute in den als "sicheren Hafen" geltenden Schweizer Franken geflüchtet. Die eidgenössische Währung stieg zum Euro auf den höchsten Stand seit mehr als viereinhalb Jahren. Die Gemeinschaftswährung kostete mit 1,0604 Franken so wenig wie zuletzt im Juli 2015.

Anlagen mit höherem Risikocharakter wie Aktien dagegen wurden aus den Depots geworfen. Dementsprechend hoch waren die Kursverluste an der Schweizer Börse. Der Leitindex SMI fiel in der Spitze um 3,6 Prozent auf 10.715 Punkte - das ist der größte Tagesverlust seit August 2015.

13:57 Uhr

Coronavirus belastet CTS Eventim - Sorge um Großveranstaltungen

CTS Eventim
CTS Eventim 41,06

Weiteres Opfer des Coronavirus: Die Aktie des Tickethändlers und Veranstalters CTS Eventim ist wegen der Epidemie stark unter Druck geraten. Mit einem Rückgang um 12,7 Prozent fielen die Papiere des im MDax notierten Unternehmens am frühen Nachmittag auf 51,70 Euro und damit auf das tiefste Niveau seit Dezember. Auch europaweit erwischte es Werte aus dem Bereich Reise und Freizeit besonders.

Sportveranstaltungen und auch der Karneval von Venedig wurden abgesagt. CTS ist bereits direkt betroffen, weil dem Unternehmen der italienische Konzert- und Show-Veranstalter Vivo Concerti gehört.

13:24 Uhr

Tiefrote Vorzeichen an der Wall Street

Wall Street.jpg

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Auch an der New Yorker Wall Street zeichnen sich zum Start in die neue Woche heftige Verluste ab, nachdem über das Wochenende neue Fallzahlen zur Coronavirus-Epidemie bekanntgeworden sind. Der S&P-Future liegt vorbörslich 2,6 Prozent im Minus. Der Nasdaq-Future verliert gut 3 Prozent.

Bereits am Samstag hat der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einem negativen Einfluss der Epidemie auf die Weltwirtschaft gewarnt, deren Wachstum deswegen 0,1 Prozentpunkte niedriger ausfallen könnte als im Januar geschätzt. Das chinesische Wachstum könnte sogar um 0,4 Prozentpunkte geschmälert werden.

Die Ausbreitung des Virus und der Umstand, dass auch Menschen infiziert wurden, die keinerlei Verbindung nach China hatten, wo das Virus erstmals entdeckt wurde, beunruhigt auch Marktbeobachter. Die Lage könnte extrem problematisch werden, sagt etwa Stephen Innes, Chefmarktstratege bei Axitrader. Er befürchtet, dass sich die Stimmung an den Börsen in dieser Woche deutlich eintrübt.

13:02 Uhr

Coronavirus belastet Aktien von Airlines massiv

Die Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat die Aktien von Fluggesellschaften und Logistikkonzernen unter Druck gesetzt. Lufthansa, Air France-KLM und IAG büßten jeweils rund sieben Prozent ein. Die Papiere der international tätigen Logistikanbieter Deutsche Post, Moeller-Maersk und Kühne & Nagel verloren zwischen 4,6 und 5,2 Prozent.

Es sei nicht auszuschließen, dass sich die Infektion über China hinaus ausbreite und in eine Pandemie münde, sagte ein Analyst der DZ Bank. In Fernost seien die wirtschaftlichen Schäden durch Produktionsausfälle in Fabriken, die Störung von Lieferketten, eingeschränkte Konsummöglichkeiten sowie die Ausfälle im Reiseverkehr schon jetzt beträchtlich.

12:38 Uhr

Virus und Syrien: Türkische Lira auf tiefstem Stand seit Mai 2019

imago91427465h.jpg

(Foto: imago images / CHROMORANGE)

Die Furcht vor der Ausbreitung des Coronavirus und der Konflikt im Nachbarland Syrien hat die türkische Lira zum Wochenauftakt schwer getroffen. Die Währung fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai 2019, ein US-Dollar kostete mit 6,1551 Lira ein Prozent mehr als am Freitag. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste der Lira auf mehr als drei Prozent.

Die weltweite Flucht aus dem Risiko mache auch vor der Lira nicht halt, sagte ein Devisenhändler. Der Dollar gelte als sicherer Hafen und lege zu, genauso wie US-Staatsanleihen und Gold. Dazu kommen die Spannungen wegen des Bürgerkriegs in Syrien. Die Türkei hat in der umkämpften nordsyrischen Provinz Idlib Tausende Soldaten stationiert.

12:17 Uhr

Dax verlebt schwarzen Rosenmontag

6dd8d5db18d8ecae4296e754f4793c4d.jpg

(Foto: imago images/Lars Berg)

Narrhalla-Marsch nach unten in Frankfurt: Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete weiter große Abschläge. Der Dax "stabilisierte sich" auf deutlich niedrigerem Niveau und bewegte sich um die Mittagszeit unterhalb der Marke von 13.100 Stellen. Der Leitindex verlor 3,8 Prozent auf 13.068 Punkte. Der MDax verringerte sich um 4,1 Prozent auf 27.806 Zähler. Der TecDax stürzte um 4,3 Prozent auf 3099 Stellen ab. Der EuroStoxx50 notierte 3,7 Prozent tiefer bei 3658 Punkten.

Alle Dax-Werte befanden sich tief im Minus. An der Leitindex-Spitze notierten Vonovia mit minus 1,6 Prozent.   

11:58 Uhr

Coronavirus sorgt für Zunahme von Wetten auf EZB-Zinssenkung

49365660.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Investoren am Geldmarkt spekulieren wegen des sich ausbreitenden Coronavirus immer mehr auf eine EZB-Zinssenkung. Inzwischen wird die Wahrscheinlichkeit auf 50 Prozent taxiert, dass die Notenbank im Juli ihren Einlagensatz noch tiefer in den negativen Bereich auf minus 0,6 Prozent senken wird. Gegenwärtig liegt der Satz bei minus 0,5 Prozent.

Das Minuszeichen bedeutet, dass Banken Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank parken. Mit den Negativzinsen will die EZB Banken dazu bewegen, mehr Kredite an die Wirtschaft auszureichen. Vor einer Woche wurde die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt nach unten im Juli noch bei 35 Prozent gesehen.

11:32 Uhr

Sämtliche Bundesanleihen mit negativer Rendite

Der Ansturm auf Bundesanleihen hat die Renditen sämtlicher Papiere unter null Prozent gedrückt. Die 30-jährigen Titel rentieren mit minus 0,042 so niedrig wie zuletzt vor vier Monaten.

Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Gleiches galt für die richtungweisenden zehnjährigen Papiere, deren Rendite auf minus 0,498 Prozent fiel.

11:06 Uhr

DZ Bank: Dax-Kurseinbruch von 30 Prozent bei Rezession möglich

Geht es mit dem Dax noch weiter runter? Die DZ Bank schließt einen Leitindex-Einbruch von 30 Prozent und mehr nicht aus, sollte die Weltwirtschaft wegen des Coronavirus in eine Rezession rutschen. Die Entspannung an den Börsen mit dem Rückgang neuer Krankheitsfälle in China könnte sich als verfrüht erweisen. Leider sei auch nicht auszuschließen, dass sich die Infektion über die Grenzen Chinas hinaus weiter ausbreiten und in eine Pandemie münden werde.

12977549.jpg

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Nach Angaben des Geldhauses ist klar, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie erheblich sein werden. Die wirtschaftlichen Schäden durch den Produktionsausfall in Fabriken, durch die Störung von Lieferketten, durch eingeschränkte Konsummöglichkeiten und durch die Ausfälle im Reiseverkehr seien vor allem für China und die asiatischen Anrainerstaaten schon jetzt beträchtlich.

10:45 Uhr

13.000er-Marke in Sicht: Dax fällt und fällt - MDax unter 28.000

An der Frankfurter Börse haben sich die Kursverluste im Verlauf des Vormittags vergrößert. Der Dax stürzte um 3,8 Prozent ab auf 13.062 Punkte. Damit verlor der Leitindex mehr als 500 Punkte. Der MDax fiel um ebenfalls 3,8 Prozent auf 27.888 Zähler. Der TecDax sackte um 4,4 Prozent auf 3095 Stellen ab. Der EuroStoxx50 ging um 3,8 Prozent auf 3657 Punkte runter.

In Frankfurt überschattete die Corona-Angst den besser als erwartet ausgefallenen Ifo-Index völlig. "Die Hoffnung und Euphorie für die konjunkturelle Entwicklung in Europa scheinen die Kurse doch zu weit nach oben getrieben zu haben. Die Investoren ziehen vorerst die Notbremse und trennen sich wieder von Aktienbeständen in deutschen Standardwerten", kommentierte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

10:34 Uhr

Stoppt Corona die Börsenrally?

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Wegen der Epidemie erwarten viele Unternehmen negative Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Und darauf reagieren Investoren mit Zurückhaltung. Wie stark wird das Virus den Dax ausbremsen und die Weltwirtschaft belasten? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Metin Simsek von der UBS und Sven Gundermann von Taunus Investments über die Folgen für die Finanzmärkte.

10:18 Uhr

Ifo-Index steigt im Februar überraschend

Wolken ziehen über Baukräne auf einer Großbaustelle hinweg. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

(Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild)

Endlich einmal ein erfreuliche Nachricht: Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar trotz der Coronavirus-Epidemie leicht aufgehellt. Das Barometer für das Ifo-Geschäftsklima stieg überraschend auf 96,1 Punkte von 96,0 Zählern, wie das Münchner Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 95,3 Zähler gerechnet.

  • "Die deutsche Wirtschaft scheint von der Entwicklung rund um das Coronavirus unbeeindruckt", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Firmenchefs beurteilten ihre Aussichten günstiger, aber ihre Geschäftslage skeptischer als zuletzt.

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr wegen schwacher Weltkonjunktur, Handelskonflikten und Brexit-Chaos mit 0,6 Prozent so langsam gewachsen wie seit 2013 nicht mehr. Mit der Coronavirus-Epidemie hat sich nun ein neues Konjunkturrisiko hinzugesellt. Für dieses Jahr geht die Bundesbank bislang von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,0 Prozent aus.

*Datenschutz

 

10:04 Uhr

Virusangst lässt Goldpreis in Richtung 1700 Dollar marschieren

127601600.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Gold profitiert wegen der Coronavirus-Krise immer mehr von seinem Status als sicherer Anlagehafen. Der Preis des Edelmetalls stieg am Morgen auf einen neuen siebenjährigen Höchststand. In der Spitze wurden für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 1679 US-Dollar gezahlt. Das ist der höchste Stand seit Februar 2013. In Euro wurde ein neuer Rekordstand von 1550 Euro erreicht.

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt schon seit einiger Zeit für einen starken Zulauf in Goldanlagen. Laut Fachleuten sind vor allem Indexfonds gefragt, die mit physischem Gold gedeckt sind (ETFs).

09:50 Uhr

Land unter an der Mailänder Börse - Bankenwerte im Sinkflug

87904563.jpg

(Foto: picture alliance / Mattia Sedda/)

Mit der sprunghaften Ausbreitung des Coronavirus in Italien verzeichnet die Börse in Mailand einen massiven Kurseinbruch. Der FTSE-MIB fiel um 4,3 Prozent auf 23.712 Punkte. Italien hat am Wochenende aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Virus die Isolation von etwa einem Dutzend Städte angekündigt. In den als Epidemie-Zentren geltenden Gebieten werde den Bewohnern weder die Einreise noch die Ausreise gestattet, so Ministerpräsident Giuseppe Conte.

Besonders deutlich fielen die Abgaben im Banken-Sektor aus. Die Aktien von Intesa Sanpaolo verbilligten sich um 5,0 Prozent. Die Bank hat angekündigt, wegen des Coronavirus Filialen in elf Städten in Norditalien zu schließen. Unicredit verloren 3,9 Prozent.

09:39 Uhr

Rückzug in Richtung 13.000 - Dax baut Verluste aus

128209980.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa verschreckt am deutschen Aktienmarkt die Anleger. Der Dax baute in der ersten halben Stunde sein Minus weiter aus und verlor 3,3 Prozent auf 13.133 Punkte. Damit verlor der Leitindex auf den größten Tagesverlust seit mehr als einem halben Jahr zu. Mit dem EuroStoxx50 ging es ebenfalls um 3,3 Prozent auf 3673 Stellen nach unten.

Besonders litt die Aktie der Lufthansa - sie schmierte um 7,3 Prozent auf 13,74 Euro ab. Auch die Autowerte bluteten: Continental verloren 5,6 Prozent, Daimler 4,6 Prozent und BMW 4,0 Prozent.

09:25 Uhr

US-Bondrendite fällt auf Dreieinhalb-Jahres-Tief

Auf der Suche nach sicheren Anlagen greifen Investoren verstärkt zu US-Staatsanleihen. Das drückt die Rendite der zehnjährigen Bonds auf ein Dreieinhalb-Jahres-Tief von 1,402 Prozent. Ihre deutschen Pendants rentieren mit minus 0,475 Prozent so niedrig wie zuletzt vor vier Monaten.

09:07 Uhr

Dax rauscht kräftig runter

Die Corona-Angst hat zu Wochenbeginn auch die Frankfurter Börse wieder erfasst. Der Dax verlor kräftig und ging mit einem Minus von 2,6 Prozent auf 13.226 Punkte in den Handel. Der MDax verlor 1,9 Prozent auf 28.443 Zähler. Der TecDax sackte um 3,7 Prozent auf 3118 Stellen ab.

Im Dax verbilligten sich alle Werte. Besonders stark erwischte es Lufthansa (minus 6,7 Prozent), Continental (minus 5,9 Prozent) und Wirecard (minus 5,8 Prozent)

Dax
Dax 9.935,84

08:51 Uhr

Ölpreise sacken wegen Virus-Krise deutlich ab

Die Ölpreise sind im frühen Handel wegen der Sorgen wegen der internationalen Verbreitung des Coronavirus gefallen. Sowohl europäisches als auch amerikanisches Rohöl geriet deutlich unter Druck. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 57,13 US-Dollar. Das waren 1,37 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,16 Dollar auf 52,22 Dollar.

Das neuartige Coronavirus hält die Finanzmärkte weiter in Atem. Aufsehen erregten zuletzt vor allem steigende Infektionszahlen in Südkorea und Italien. Damit einher geht die Befürchtung einer schwächeren Weltwirtschaft mit sinkendem Erdölverbrauch.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 22,78

08:33 Uhr

Virus-Angst in Asien: Börse in Seoul bricht ein

110e7951748af26a85e2bb8cf882953f.jpg

Arbeiten mit Mundschutz: In Seoul halten Maßnahmen des Seuchenschutzes Einzug in den Alltag.

AP

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus in Südkorea hat zum größten Kursrutsch der dortigen Börse seit eineinhalb Jahren geführt.

  • Der Leitindex Kospi fiel zu Wochenbeginn zeitweise um knapp vier Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief von 2079,03 Punkten.
  • Die Börse Shanghai notierte nur knapp im Minus bei 3030 Zählern. Hier habe das erneute Bekenntnis des chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu Konjunkturhilfen die Kurse stabilisiert, hieß es.
  • Die japanischen Aktienmärkte blieben zu Wochenbeginn wegen eines Feiertages geschlossen.

"Wenn sich die Verbreitung nicht verlangsamt, könnte dies die südkoreanische Wirtschaft bis ins zweite Quartal hinein ernsthaft belasten", warnte Choi Seok-won, Chef-Analyst des Brokerhauses SK Securities. Vor allem ausländische Investoren zögen sich zurück.

07:27 Uhr

Virus-Symptome an der Börse: Dax tiefrot erwartet

Signale der Verunsicherung an der Börse: Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger zu Wochenbeginn auf einen unterkühlten Start einstellen. Die Vorgaben aus Asien deuten nach unten. In Frankfurt dürfte der deutsche Leitindex im Minus starten.

  • In den vorbörslichen Indikationen wird der Dax zur Eröffnung bei 13.376,00 Punkten gesehen, was einem tiefroten Auftaktminus von 1,5 Prozent entspricht.
  • Vor dem Wochenende war das wichtigste deutsche Börsenbarometer bereits 0,6 Prozent schwächer bei 13.579,33 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Auslöser der neuen Sorgen ist der lokale Coronavirus-Ausbruch in Italien. Dort stehen seit dem Wochenende insgesamt elf Gemeinden mit insgesamt rund 60.000 Einwohnern unter Quarantäne. Die Quelle der Übertragung ist noch nicht bekannt. Einer der Ansteckungsherde liegt im Einzugsbereich der norditalienischen Millionenmetropole Mailand.

Auf der Terminagenda des Tages stehen - neben der weiteren Entwicklung in Norditalien - vor allem Konjunkturdaten aus Deutschland im Vordergrund. Gegen 10.00 Uhr wird der Ifo-Geschäftsklimaindex zur Stimmung im Inneren der deutschen Wirtschaft im Februar erwartet.

Dax
Dax 9.935,84

 

06:55 Uhr

Virus-Sorgen - Goldpreis auf höchstem Stand seit Jahren

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.588,04

Mit der sich weiter verschärfenden Situation um das Coronavirus markiert der Goldpreis im asiatischen Handel bei 1681 Dollar erneut ein Siebenjahreshoch. Die Feinunze legt aktuell um 1,2 Prozent auf 1662 Dollar zu. Das Virus ist nach den Worten des chinesischen Staatschefs Xi Jinping die größte Gesundheitskrise in China seit der Gründung der Volksrepublik 1949.

Die Epidemie werde "unvermeidlich" große Auswirkungen auf Chinas Wirtschaft und Gesellschaft haben, es handele sich aber um kurzfristige und kontrollierbare Effekte. Die Notenbank Chinas stellt vor diesem Hintergrund weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik in Aussicht. In Südkorea wurde die höchste Warnstufe ausgerufen.

Analysten schließen nun auch einen Anstieg des Goldpreises über die Marke von 2000 Dollar nicht mehr aus. "Die Märkte befinden sich in einer seltsamen Mischung aus 'sicherem Hafen' und spekulativen Motiven", sagt Brien Lundin, Herausgeber des Gold Newsletter. Die Preise könnten noch vor Ende des nächsten Jahres ein Rekordniveau von 2000 Dollar erreichen, ergänzt er.

06:00 Uhr

Schlagzeilen vom Wochenende