Montag, 28. Oktober 2019Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
17:48 Uhr

Trump-Aussagen treiben Dax Richtung 13.000 Punkte

Dax
Dax 13.241,75

Signale der Hoffnung im amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt verleihen dem Dax neuen Schwung. Der deutsche Leitindex setzt die Kursrally der vergangenen drei Wochen fort und steigt auf den höchsten Stand seit Juni vergangenen Jahres. Am Ende steht für den Dax ein Plus von 0,37 Prozent auf 12.941,71 Punkte zu Buche.

US-Präsident Donald Trump glaubt im Handelsstreit mit China weiterhin an eine baldige Unterzeichnung eines Teilabkommens. "Wir liegen, würde ich sagen, ein bisschen vor dem Zeitplan, vielleicht deutlich vor dem Zeitplan", sagte Trump am Montag. "Wahrscheinlich werden wir es unterzeichnen."

 

16:53 Uhr

Virgin Galactic greift an der Börse nach den Sternen

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Das Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic von Milliardär Richard Branson ist das erste kommerzielle Unternehmen für private Weltraumausflüge, das an der Börse notiert ist. Die Aktien von Virgin Galactic mit dem Kürzel SPCE sind seit heute an der Wall Street. Gleich nach Handelsstart gingen die Papiere um etwa sechs Prozent nach oben. Laut US-Medien hält Branson 51 Prozent der Anteile, daran solle sich künftig auch nichts ändern.

Das Unternehmen will bis zu sechs Menschen auf einmal in den Weltraum fliegen. Ein Ticket soll 250.000 Dollar kosten. Das Problem: Der Start des Programms verzögert sich seit Jahren. Angeblich sollen bereits 600 Menschen Interesse angemeldet und Geld hinterlegt haben, um auf eine Warteliste geschrieben zu werden.

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16:33 Uhr

Dollar hat die Fed-Sitzung im Blick

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro zeigt sich knapp unter der Marke von 1,11 Dollar und damit auf dem Niveau vom Freitagabend. Hier sind die Blicke vor allem auf die Sitzung der US-Notenbank gerichtet. Zuletzt hatten die US-Notenbanker die Tür für die dritte Zinssenkung in Serie offen gehalten, obwohl sie weniger energisch für eine weitere Senkung argumentierten als vor ihren Schritten im Juli und September. Aktuell notiert der Euro bei 1,1092 Dollar.

Das Pfund Sterling legt ganz leicht zu. Die EU-Staaten haben sich auf eine Verschiebung des Brexit-Termins um weitere drei Monate bis Ende Januar geeinigt. Nachdem es Premierminister Boris Johnson nicht gelungen war, den mit der EU ausgehandelten Vertrag durch das Parlament zu bringen, plant er Neuwahlen für den 12. Dezember. Darüber soll am Nachmittag das britische Parlament entscheiden.

15:53 Uhr

Jedi-Großauftrag kommt bei Microsoft-Aktionären gut an

Die sich verdichtenden Hinweise auf eine konkrete Annäherung im US-chinesischen Handelskonflikt stützen die Wall Street auch zu Beginn der neuen Woche. Der Dow-Jones-Index verbessert sich um 0,7 Prozent auf 27.136 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,6 Prozent und für den Nasdaq-Composite geht es um 0,7 Prozent nach oben. Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist dünn.

Microsoft
Microsoft 149,97

Die Aktie von Tiffany haussiert um 27,9 Prozent auf 126,01 Dollar. LVMH hat Gespräche mit Tiffany über einen Kauf des Uhren- und Schmuckherstellers bestätigt. Der Konzern aus Frankreich wies jedoch darauf hin, dass ein positiver Abschluss keineswegs sicher sei. Am Sonntag hatte das Wall Street Journal berichtet, dass LVMH dem US-Unternehmen eine Offerte für 120 Dollar je Tiffany-Aktie angeboten habe. Das Unternehmen würde dadurch mit fast 14,5 Milliarden Dollar bewertet.

Die Microsoft-Aktie steigt um 3,0 Prozent und reagiert damit darauf, dass der Softwarekonzern vom US-Verteidigungsministerium einen Auftrag für das Cloud-Projekt Joint Enterprise Defense Infrastructure (JEDI) im Volumen von 10 Milliarden Dollar erhalten hat. Microsoft stach damit Amazon aus. Amazon geben um knapp 1 Prozent nach.

15:42 Uhr

Ölpreise zeigen sich mit moderaten Abgaben

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 57,77

Händler sprechen am Ölmarkt von einer leichten Konsolidierung nach den kräftigen Gewinnen der vergangenen Woche. Vor allem der überraschende Rückgang bei den wöchentlichen US-Rohöllagerbeständen hatte den Markt angetrieben. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI reduziert sich um 0,4 Prozent auf 56,46 Dollar, für Brent geht es um 0,3 Prozent auf 61,84 Dollar nach unten.

Der Goldpreis zeigt sich unverändert und kann damit die Gewinne vom Wochenausklang behaupten. Aktuell liegt die Feinunze bei 1.504 Dollar. Die US-Anleihen verlieren mit der erwarteten Annäherung im Handelsstreit weiter an Attraktivität. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 3,4 Basispunkte auf 1,83 Prozent. Damit setzt sich die Entwicklung vom Freitag fort.

15:26 Uhr

Dax hat 13.000 Punkte im Blick

Der Dax baut die Gewinne am Nachmittag aus und liegt in der Zwischenzeit 0,7 Prozent auf 12.982 Punkte vorne. Der Dax folge den positiven Vorgaben von der Wall Street, sagt ein Händler.

Er sei reif für eine Korrektur, bislang sei davon aber nichts in Sicht. Vielmehr habe es den Anschein, als ob die Marke von 13.000 Punkten noch heute angegangen werde.

14:55 Uhr

Kater zum EZB-Wechsel: "Nächste Zinsanhebung wird ein paar Jahre dauern"

Christine Lagarde übernimmt am 1. November offiziell die Leitung der EZB von Mario Draghi. Der Französin eilt ein exzellenter, aber nicht tadelloser Ruf als Krisenmanagerin voraus. Draghi sagt über die 63-Jährige, sie wisse genau, "was sie zu tun hat". Auf was sich Sparer einstellen müssen, erklärt Volkswirt Ulrich Kater von der Dekabank.

14:30 Uhr

Just-Eat-Deal: Takeaway keilt gegen Delivery Hero

Just Eat
Just Eat 8,75

Der Übernahmekampf um den britischen Lebensmittel-Lieferdienst Just Eat zwischen den niederländischen Unternehmen Takeaway und Prosus spitzt sich zu. Takeaway forderte seinen mit beiden Gegnern verbandelten Großaktionär Delivery Hero zur Zurückhaltung auf. Delivery Hero solle an der Abstimmung über die Übernahme nicht teilnehmen, weil es Interessenkonflikte gebe, erklärte Takeaway.

Delivery Hero ist auf der einen Seite an Takeaway beteiligt, seit der niederländische Konzern das Deutschland-Geschäft des Berliner Unternehmens mit den Lieferdiensten Lieferheld, Foodora und pizza.de für knapp eine Milliarde Euro übernommen hat und das mit Bargeld und eigenen Aktien bezahlte. Auf der anderen Seite ist der Internetkonzern Prosus, der eine 5,7 Milliarden Euro schwere Gegenofferte für Just Eat abgegeben hat, mit 22,3 Prozent der größter Aktionär von Delivery Hero.

14:08 Uhr

Gewinnanstieg beschert Spotify Kurssprung

Ein 30-prozentiger Gewinnanstieg beschert Spotify den zweitgrößten Kurssprung des Jahres. Die Aktien des Musikstreaming-Dienstes steigen im vorbörslichen US-Geschäft um acht Prozent auf 130,30 Dollar.

Spotify
Spotify 147,51

Der Musikstreamingdienst Spotify verdient dank der wachsenden Kundenbasis deutlich mehr. Im dritten Quartal zählte das Internetunternehmen 248 Millionen aktive Nutzer und damit mehr als von Spotify selbst erwartet, wie der Konzern mitteilte. Der durchschnittliche Umsatz je Kunde fiel zwar um 1 Prozent auf 4,67 Euro.

Die Abogebühren kletterten aber in Summe um 29 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Die Erlöse mit Werbung legten unterdurchschnittlich um 20 Prozent auf 170 Millionen Euro zu. Der Gesamtumsatz stieg um 28 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro.

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13:22 Uhr

Tarifvertrag für Flugbegleiter: Lufthansa droht Ärger

Im Lufthansa-Konzern droht eine heftige Auseinandersetzung um die Frage, welche Gewerkschaft künftig die Interessen der rund 20.000 Flugbegleiter vertritt. Das Unternehmen lotet mit der Gewerkschaft Verdi konkrete Verhandlungen zu einem Tarifwerk aus.

Lufthansa
Lufthansa 17,70

Bislang ist die Spartengewerkschaft Ufo für die Regelungen des Kabinenpersonals zuständig und droht aktuell mit unbefristeten Streiks. Am Freitag habe es eine erste Sondierungsrunde mit Lufthansa gegeben und es seien weitere Gesprächstermine vereinbart worden, sagte eine Verdi-Sprecherin.

Die Zeitleiste zu einem möglichen Tarifvertrag sei noch völlig offen, sagte die Gewerkschafterin. Es gehe darum, die drängendsten Probleme der Beschäftigten zu lösen. Unter anderem will Verdi die Bedingungen für Neueinstellungen verbessern, allgemein höhere Gehälter und Zulagen erreichen sowie das umstrittene Monitoring abschaffen, das bestimmte Leistungen vom wirtschaftlichen Unternehmenserfolg abhängig macht.

Lufthansa erklärte lediglich, dass Verhandlungen mit der Verdi "grundsätzlich eine Option" seien. Die von internen Streitigkeiten zuletzt geschwächte Ufo reagierte scharf auf die drohende Tarif-Konkurrenz. Man vertrete immer noch die deutliche Mehrheit der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Kerngesellschaft, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

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12:29 Uhr

Insolvente "Gorch Fock"-Werft verkauft

Die Bremer Lürssen-Werft hat die insolvente Elsflether Werft, die das Marineschulschiff "Gorch Fock" saniert, gekauft. Insolvenzverwalter Tobias Brinkmann und die Lürssen-Werft unterzeichneten am Wochenende einen entsprechenden Kaufvertrag. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Kreisen des Gläubigerausschusses.

Brinkmann will noch heute die Belegschaft in Elsfleth über Details des Kaufvertrages informieren. Nach RND-Informationen verpflichtet sich Lürssen, sämtliche der rund 130 Mitarbeiter des Schiffbaubetriebes an der Unterweser zu übernehmen. Der Kaufpreis soll im einstelligen Millionenbereich liegen. Die noch notwendige Zustimmung des Gläubigerausschusses gilt als Formsache.

Die Lürssen-Gruppe aus Bremen-Vegesack hatte die Übernahme prüfen lassen, weil sie mit bislang sieben Werften in Deutschland eine starke Stellung hat und viele große Schiffe für die Bundeswehr baut. Sie hat sich verpflichtet, den Dreimastsegler bis Herbst 2020 einer Generalüberholung zu unterziehen und an die Marine zu übergeben.

Die Elsflether Werft brauchte dringend einen Investor, um ihre etwa 130 Arbeitsplätze zu sichern und Schulden zu bedienen. Die Werft war durch das Großprojekt "Gorch Fock" in Schieflage geraten. Im Februar hatte sie wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Die Eigenverwaltung und die Justiz suchen nach mehreren Millionen Euro, die unter der alten Werftführung verschwunden sind. Die Ex-Vorstände erklären, das Geld sei in aussichtsreiche Nebengeschäfte investiert worden.

11:58 Uhr

Stimmung in Exportwirtschaft hellt sich deutlich auf

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich dem Ifo-Institut zufolge im Oktober "deutlich aufgehellt". Trotz der weiter unklaren Lage beim Brexit schauten deutsche Exporteure "vereinzelt wieder optimistisch auf die kommenden Monate", erklärte der Präsident des Münchner Forschungsinstituts, Clemens Fuest.

  • Die Ifo-Exporterwartungen stiegen von minus 5,3 Punkten im Vormonat September auf minus 1,2 Punkte an, liegen damit aber weiter unterhalb der Werte der vergangenen Jahre.
  • Der Anstieg im Oktober ist den Forschern zufolge vor allem auf die Unternehmen aus der Elektrotechnik zurückzuführen. Jedoch herrsche dort "noch kein Optimismus, sondern eher merklich weniger Pessimismus", erklärte Fuest. Gleiches gelte auch für die Automobilindustrie.
  • Firmen aus der Chemischen Industrie erwarten demnach hingegen nach dem "Rückschlag im Vormonat" deutlich mehr Aufträge aus dem Ausland.
  • Auch die Nahrungs- und Genussmittelhersteller rechnen laut den Wirtschaftsforschern mit merklich steigenden Exporten. Weiterhin schwierig sei der Exportmarkt aber für die Metallindustrie.
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11:27 Uhr

Tiffany-Titel legen über 19 Prozent zu

LVMH
LVMH 405,35

Die Papiere von LVMH verteuern sich um bis zu 1,5 Prozent. Der französische Anbieter von "Louis Vuitton"-Taschen will den US-Juwelier Tiffany übernehmen. Insidern zufolge bietet LVMH 14,5 Milliarden Dollar. Tiffany-Titel legten im vorbörslichen US-Geschäft 19 Prozent zu.

Der vor 182 Jahren gegründete Juwelier Tiffany ist weltweit bekannt für seine eckigen blauen Kartons und seine Rolle im Hollywood-Streifen "Frühstück bei Tiffany". Das berühmteste Geschäft ist wohl der Flagship-Store in der New Yorker Fifth Avenue. Tiffany ist aktuell an der Börse 12 Milliarden US-Dollar (10,8 Mrd Euro) wert, die Franzosen kommen auf fast 20 mal so viel. Eine Übernahme von Tiffany wäre die bisher größte von LVMH. 2017 etwa bezahlten die Franzosen 7 Milliarden Dollar für die restlichen Anteile von Christian Dior.

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10:46 Uhr

HSBC steuern größten Tagesverlust seit zweieinhalb Jahren an

Ein schwaches Europageschäft und das insgesamt schwierige Umfeld verhagelt der britischen Bank HSBC das dritte Quartal. Der Gewinn bricht ein und verfehlt die Erwartungen deutlich.

HSBC Holdings
HSBC Holdings 573,70

Für das laufende Schlussquartal kündigt die Bank hohe Belastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen an. Mit Blick auf das dritte Quartal von HSBC weisen die Jefferies-Analysten auf höhere Kreditkosten infolge des geänderten Ausblicks für Hongkong hin. Die Aktie fällt im frühen Handel um 3 Prozent und steuert auf den größten Tagesverlust seit rund zweieinhalb Jahren zu.

10:13 Uhr

Immobilien-Aktie steigt nach Einigung auf Milliardenfusion

TLG
TLG 26,85

Bei den Unternehmen stehen TLG und Aroundtown im Rampenlicht, nachdem sich die beiden Immobilienfirmen grundsätzlich auf eine Fusion geeinigt hatten. TLG-Titel steigen daraufhin um 4,5 Prozent, während sich die Papiere von Aroundtown um 0,2 Prozent verbilligen. Letztere müssten schließlich für die Übernahme von TLG neue Aktien ausgeben, sagen Börsianer.

Die Aktien von Covestro geben 1,9 Prozent nach. Nach einem Umsatz- und Gewinneinbruch im Quartal engt der Chemiekonzern seine Gesamtjahresziele auf das untere Ende der angepeilten Spanne ein.

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09:26 Uhr

Brexit-Hickhack lähmt deutschen Aktienhandel

Dax
Dax 13.241,75

Der Dax markiert zum Wochenauftakt gleich ein neues Hoch seit Juni 2018. Allerdings hält sich die Kaufbereitschaft nach einer dreiwöchigen Kursrally in Grenzen: Kurz nach Handelsbeginn schafft der deutsche Leitindex lediglich ein Plus von 0,18 Prozent auf 12.917,17 Punkte.

Das anhaltende Brexit-Hickhack lähmt den deutschen Aktienhandel. Im Tagesverlauf berät die EU über den britischen Antrag auf einen Brexit-Aufschub. Einem Insider aus dem Umfeld des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zufolge ist es "sehr wahrscheinlich", dass die Frist bis zum 31. Januar 2020 verlängert werde. Parallel dazu will Premierminister Boris Johnson im britischen Unterhaus über Neuwahlen abstimmen lassen.

08:21 Uhr

Hoffnung im Handelsstreit beruhigt Börsen

Nikkei
Nikkei 23.303,32

An den asiatischen Börsen überwiegen zu Beginn der neuen Woche die positiven Vorzeichen. Die Anleger schöpfen neue Hoffnung auf Fortschritte bei der Beilegung des Handelsstreits nach ermutigenden Aussagen aus den USA. Dass die Gewinne der chinesischen Industrie im September erneut gesunken sind, belastet den Markt nicht.

Am Nachmittag (Ortszeit) steigt der Schanghai-Composite-Index um 0,6 Prozent. In Hongkong rückt der HSI um 1,0 Prozent vor. An der Börse in Tokio legt der Nikkei-Index um 0,3 Prozent zu auf 22.871 Punkte. In Australien ging dem Markt im späten Geschäft die Puste aus. Der S&P-ASX-200 schloss kaum verändert, weil die Aktien der großen Banken des Landes vor der im Wochenverlauf anstehenden Zahlenvorlage gemieden wurden.