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Branson lockt Superreiche Weltall-Flug soll in wenigen Wochen starten

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Branson präsentierte 2016 das "SpaceShipTwo", das Touristen ins All bringen soll.

(Foto: AP)

Schon bald soll es für ganz normale Menschen möglich werden, ins Weltall zu reisen. Möglich will das der Milliardär Branson machen. Er nennt nun den Preis für ein Flugticket in die Schwerelosigkeit.

Der britische Milliardär Richard Branson will schon in kurzer Zeit zahlungskräftige Kunden in den Weltraum fliegen. "Innerhalb von Wochen, nicht Monaten" werde der erste Flug ins All starten, sagte Branson dem US-Fernsehsender CNBC in Singapur. "Nicht zu lang danach werden wir mit Menschen im Weltraum sein", fügte der Milliardär hinzu. Branson selbst hofft, innerhalb der kommenden Monate ins All zu starten.

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Milliardär Branson arbeit seit Jahren an dem Weltraum-Projekt.

(Foto: Star Max/IPx)

Bransons Firma Virgin Galactic liefert sich ein enges Wettrennen mit dem Raumfahrtunternehmen Blue Origin des Amazon-Gründers Jeff Bezos um den ersten Touristen-Flug ins All. Die Kunden sollen in mindestens 80 Kilometern Entfernung von der Erde während einiger Minuten schwerelos durchs All reisen und einen Ausblick auf ihren Heimatplaneten erhalten.

Auch Unternehmer Elon Musk will mit seiner Firma SpaceX Raumflüge für zahlungskräftige Kunden anbieten. Als einer der ersten Weltraumtouristen hat sich der japanische Milliardär Yusaku Maezawa angemeldet. Er will in einer Big-Falcon-Rakete um den Mond fliegen. Der leidenschaftliche Kunstsammler kündigte an, auch mehrere Künstler mit ins All zu nehmen. Im Jahr 2023 soll es so weit sein. Was der 42-Jährige für den Trip bezahlen muss, blieb bislang unbekannt. Maezawa habe aber eine "erhebliche Anzahlung" geleistet, hieß es nur. Seit der bislang letzten Apollo-Mission im Jahr 1972 gab es keine Flüge mehr zum Mond.

Preis soll deutlich sinken

Bis in die Nähe des Trabanten geht es bei Virgin Galactic vorerst aber nicht: Die Passagiere sollen vielmehr die Schwerelosigkeit im All nur wenige Minuten genießen. Branson will für die ersten Flüge mit seinem Programm 250.000 Dollar (218.000 Euro) verlangen. Innerhalb eines Jahrzehnts soll es aber günstiger werden: Dann sollen die Preise für Reisen ins All auf bis zu 50.000 Dollar sinken, wie der Unternehmer verkündete.

Dass die Kosten mögliche Kunden abschrecken, fürchtet Branson nicht. "Wenn ich in einem Raum zehn Menschen habe, wollen acht von den zehn unbedingt in den Weltraum reisen, wenn sie es sich leisten könnten", sagte er.

Der erste Weltraumtourist überhaupt war der US-Amerikaner Dennis Tito. Der Unternehmer reiste im April 2001 mit einer russischen Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS. Der damals 60-Jährige verbrachte sechs Tage an Bord und soll rund 20 Millionen US-Dollar für den Flug an die russische Raumfahrtbehörde bezahlt haben.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP/rts