Der Börsen-TagEuro wieder unter 1,20-Dollar-Marke
Mit den abebbenden Sorgen um den Nordkorea-Konflikt decken sich die Anleger wieder mit Dollar ein. Die US-Währung macht zum Euro und zum Yen Boden gut.
Die Gemeinschaftswährung rutscht auf 1,1950 Dollar und liegt damit mehr als einen US-Cent unter dem am Dienstag erreichten Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 1,2069 Dollar. Zum Yen steigt der Greenback auf 110,09 Yen von 109,02 Yen am Vorabend in New York. Auch der Dollar-Index holte 0,3 Prozent auf.
Viele Investoren seien erleichtert, dass US-Präsident Donald Trump auf den Raketenabschuss Nordkoreas über Japan am Dienstag weniger aggressiv und etwas diplomatischer als zuletzt reagiert habe, sagt ein Händler.
Zudem seien neue Kaufsignale ausgeblieben, daher hätten einige Anleger beim Euro Kasse gemacht.
Viele Anleger fuhren ihre Euro-Positionen auch vor einer Reihe von Konjunkturdaten zurück.
Wirklich wohl scheine dem Markt angesichts der hohen Euro-Notierungen nicht zu sein, sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. "Nur weil EZB-Chef Mario Draghi vergangene Woche nicht die Gelegenheit genutzt hat, die Euro-Stärke anzusprechen, heißt das noch lange nicht, dass er vollkommen entspannt auf die Wechselkursentwicklung blickt."