Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag US-Berufungsgericht greift Glyphosat-Klage gegen Bayer wieder auf

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer muss im Glyphosat-Streit in den USA eine weitere Schlappe einstecken. Ein Bundesberufungsgericht hat den Fall des Klägers John Carson aus dem Bundesstaat Georgia wieder aufgerollt, den Bayer Ende 2020 in erster Instanz bereits gewonnen hatte. Das Gericht in Montgomery, im US-Bundesstaat Alabama, wies das Argument von Bayer zurück, dass das Unternehmen durch Bundesgesetze vor bundesstaatlichen Klagen wie der von Carson geschützt sei. Carson führt seine 2016 diagnostizierte Krebserkrankung auf die jahrelange Verwendung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup von Bayer zurück. Das Unternehmen hätte auf dem Etikett des Produkts vor dem Krebsrisiko warnen müssen, sagte Carson.

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Bayer erklärte, das Unternehmen sei mit dem Urteil nicht einverstanden und werde alle Optionen prüfen. Eine Krebswarnung stünde im Widerspruch zu dem von der US-Umweltschutzbehörde genehmigten Etikett. "Bayer steht weiterhin voll und ganz hinter seinen Roundup-Produkten", teilte der Konzern mit. Bayer hatte sich die Klagewelle mit der milliardenschweren Übernahme des Roundup-Herstellers Monsanto im Jahr 2018 eingehandelt. Ein Anwalt von Carson reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme.

Quelle: ntv.de

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