Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 12. Juli 2014
  • Unternehmen

    Iberia streicht Tausende Stellen

    Die angeschlagene spanische Fluggesellschaft Iberia will nach eigenen Angaben bis zu 1580 Stellen streichen. Potenziell betroffenen Mitarbeitern solle das Angebot gemacht werden, freiwillig eine Abfindung in Anspruch zu nehmen oder früher in Rente zu gehen, sagte ein Unternehmenssprecher. Wieviele Stellen letztlich gestrichen würden, hänge davon ab, wieviele Mitarbeiter dieses Angebot annehmen wollten. Die Mitarbeiter und Gewerkschaften seien über die Aufnahme entsprechender Gespräche bereits informiert worden, erklärte die Airline. Iberia hat eigenen Angaben zufolge von 2008 bis 2012 Verluste von 850 Millionen Euro angehäuft. Grund dafür waren hohe Kerosinkosten, die Wirtschaftskrise in Spanien und hohe Betriebskosten. (AFP)

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  • Montag, 11. Dezember 2017
  • Verkehr
    Müllers Diesel-Vorstoß schlägt Wellen

    Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen verlangt von der Bundesregierung, die geringere Besteuerung von Diesel im Vergleich zu Benzin rasch auf den Prüfstand zu stellen. Die Menschen bräuchten Planungssicherheit für den Autokauf, sagte Klaus Müller dem "Handelsblatt". Ein "schrittweiser Abbau" der Dieselsubvention sei "sinnvoll". VW-Chef Matthias Müller hatte vorgeschlagen, die niedrigeren Steuern für Dieselkraftstoff zu überdenken. "Das Geld könnte sinnvoller in die Förderung umweltschonender Antriebstechniken investiert werden", erklärte er. "Abstriche bei den Diesel-Subventionen, dafür Anreize für Elektroautos wären das richtige Signal." (dpa)

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  • Tourismus
    Lidl übernimmt Reiseveranstalter

    Die Discounter-Kette Lidl baut ihr Reisegeschäft aus. Das Unternehmen übernimmt den insolventen Veranstalter JT Touristik, wie Insolvenzverwalter Stephan Thiemann mitteilte. Stimmen die Kartellbehörden zu, will Lidl den Kauf Anfang 2018 abschließen. Die Marke JT Touristik bleibe erhalten, ebenso alle 60 Stellen bei der Berliner Firma, hieß es.  Die Gründerin Jasmin Taylor verlasse das Unternehmen. "Das Know-how von JT ergänzt sich hervorragend mit den Kompetenzen, die wir in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben", sagte Christoph Hahn, Reise-Chef bei Lidl E-Commerce International. Gebuchte Reisen finden den Angaben zufolge wie geplant statt. (dpa)

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  • Schnee behindert den Flugverkehr
    Fraport kämpft gegen den Winter

    Wetterchaos im deutschen Flugverkehr: Nach den ergiebigen Schneefällen vom Wochenende beginnt sich der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen allmählich wieder zu normalisieren.

    Am Morgen fielen wegen Eis und Schnee zwar noch 77 der für diesen Tag geplanten Flüge aus, wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport sagte. Es könne auch noch zu Verzögerungen kommen. Der Großteil der Flugbewegungen sollte demnach aber pünktlich sein.

    Die Lage hat sich nach Angaben der Sprecherin im Vergleich zum Wochenende beruhigt. Am Sonntag waren demnach insgesamt 405 Flüge witterungsbedingt ausgefallen. Auf dem Vorfeld und den Landebahnen kämpften Flughafenmitarbeiter mit Räumfahrzeugen und Enteisungsmaschinen gegen Schnee und Eis auf Pisten, Rollbahnen und Tragflächen.

    Die Flugausfälle vom Wochenende wirbelten die Pläne vieler Reisender durcheinander. Am Frankfurter Flughafen strandeten hunderte Passagiere. 200 Personen mussten im Flughafen auf Feldbetten übernachten, weil ihre Anschlussflüge ausfielen.

    "Alles zugeschneit"

    Starke Schneefälle und Glatteis hatten dort den Flugplan durcheinandergebracht. Die Räum- und Enteiser-Teams waren im Dauereinsatz. "Bei unseren langen Start- und Landebahnen mussten die Räumfahrzeuge, wenn sie hinten fertig waren, vorne wieder anfangen, weil wieder alles zugeschneit war", erklärte die Sprecherin.

    Die witterungsbedingten Schwierigkeiten bleiben nicht auf Deutschlands größten Airport beschränkt. Am Münchner Flughafen kommt es nach heftigen Schneefällen und Eisregen ebenfalls zu Verspätungen und Flugausfällen. 185 von 1000 Flügen seien am Sonntag gestrichen worden, teilte ein Flughafen-Sprecher mit. Einige Maschinen hätten München wegen zu großer Verspätung nicht mehr angeflogen und konnten dort am Montagmorgen entsprechend nicht starten.

    Für den Wochenbeginn rechnet der Sprecher daher mit weiteren 50 Annullierungen. Bis zum Nachmittag sollte sich die Situation wieder beruhigen, hieß es. Aufgrund der Wetterlage war am Sonntag über Stunden nur eine von zwei Start- und Landebahnen freigegeben gewesen, während die andere enteist wurde. Zudem mussten die startenden und landenden Flugzeuge einen größeren Abstand zueinander einhalten als sonst.

    Am Himmel über Deutschland treffen derzeit zwei Wettersysteme aufeinander: Während das Sturmtief "Yves" von Südwesten her Richtung Ostsee zieht, strömen feuchtwarme Luftmassen von Süden her nach Deutschland. Nach den ergiebigen Schneefällen muss mit Tauwetter, Starkwinden und einem deutlichen Temperatursprung gerechnet werden, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander warnt. Für die Region am Alpenrand gilt eine Unwetterwarnung.

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  • Energie
    IWES-Experten loben Offshore-Windräder

    Windkraftwerke auf dem Meer erzeugen einer Studie zufolge mehr und zuverlässiger Strom als bislang angenommen. Die Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee produzieren an 363 Tagen des Jahres Energie, teilte die Stiftung Offshore Windenergie mit, die die Studie beim Fraunhofer-Institut IWES in Auftrag gegeben hatte. Bei der Vorgängerstudie hatte dieser Wert noch bei 340 Tagen gelegen. Die Anlagen lieferten somit relativ konstant Strom, und die Erträge seien gut vorhersehbar, heißt es. Die erhöhte Verfügbarkeit senke den Bedarf an Reservekraftwerken für windstille Stunden und damit die Kosten. Energiewirtschaftlich sei die Offshore-Windenergie damit sowohl Windkraftwerken an Land wie auch der Photovoltaik überlegen. (dpa)

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