Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 15. Dezember 2017
  • Banken

    Russische Notenbank rettet nächstes Geldhaus

    In Russland rettet die Zentralbank einem Insider zufolge das nächste strauchelnde Geldinstitut vor dem Aus. Dabei gehe es um die Promsvyazbank, die zu den größten privatwirtschaftlichen Kreditgebern des Landes gehöre. Demnach stellte die Notenbank deren Eigentümer zuvor vor die Wahl: Entweder sie schießen dem Geldhaus 100 Milliarden Rubel (rund 1,45 Milliarden Euro) frisches Geld zu, um dessen Kapitalbasis zu stärken - oder die Notenbank übernimmt. Nach dem Standardprozedere würde das Institut zunächst vorübergehend der Notenbank unterstellt, anschließend bekäme es Hilfsgelder aus einem speziellen Fonds der Notenbank zugeschossen. Die Notenbank und auch ein Vertreter der Promsvyazbank wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Im September hatte die Zentralbank bereits die B&N Bank gerettet, das gemessen an der Bilanzsumme zwölftgrößte Geldinstitut Russlands. Kurz zuvor hatte die Zentralbank der strauchelnden Großbank Otkritie unter die Arme gegriffen. (rts)

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  • Mittwoch, 12. Dezember 2018
  • Autobranche
    Optimismus von Rolls-Royce steckt Anleger an

    Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce blickt optimistisch nach vorne und lockt damit Anleger an. Die Titel sprangen am Mittwoch an der Börse in London um bis zu 4,3 Prozent auf 813 Pence in die Höhe. Der Betriebsgewinn soll 2018 in der oberen Hälfte der prognostizierten Spanne liegen, teilte Rolls-Royce mit. Angepeilt gewesen waren 400 Millionen Pfund, plus oder minus 100 Millionen Pfund. Stolpersteine in der Produktion hatten zwar zu verzögerten Lieferungen von Motoren an Flugzeugbauer wie Airbus geführt. Doch hätten die Fluggesellschaften die Flugzeuge länger eingesetzt, weswegen Rolls-Royce bei der Wartung mehr einnehmen konnte. Die Produktionszahlen und Auslieferungen des Motors Trent 7000 sollten in 2019 "deutlich ansteigen". Die Analysten von Jefferies bezeichneten die Prognosen der Briten als ermutigend. (rts)

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  • Personalie
    BayernLB-Chef nimmt seinen Hut

    Die BayernLB muss sich einen neuen Chef suchen. Wie die Landesbank mitteilte, verlässt der Vorstandsvorsitzende Johannes-Jörg Riegler das Geldinstitut. Der Aufsichtsrat habe sich mit Riegler "im besten Einvernehmen darauf verständigt, dass dessen am 28. Februar 2019 auslaufender Vertrag nicht verlängert wird". Dessen Vize Edgar Zoller soll die Bank interimistisch führen, bis ein neuer Chef gefunden ist. Der Aufsichtsrat habe dafür einen "strukturierten Prozess" gestartet. (DJ)

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  • Konjunktur
    Eurozonen-Industrie mit leichtem Produktionsplus

    Die Industrie im Euroraum hat ihre Produktion im Oktober leicht gesteigert. Wie Eurostat mitteilte, stieg die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Industrieproduktion um 1,2 Prozent höher. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,8 Prozent gerechnet. Im September war die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent zurückgegangen, binnen Jahresfrist lag sie um 0,8 Prozent höher. Wie Eurostat weiter mitteilte, stieg die Industrieproduktion in der EU-28 im Oktober um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. (DJ)

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  • Banken
    Credit Suisse kauft Aktien zurück

    Die schweizerische Großbank Credit Suisse hat auf ihrem Investorentag einen Aktienrückkauf und eine höhere Dividende angekündigt. An den Renditezielen für 2019 und 2020 hält die Bank fest. Zudem sehen sich die Schweizer auf dem "besten Weg", ihr dreijähriges Restrukturierungsprogramm erfolgreich abzuschließen. Das derzeitige Marktumfeld bezeichnet die Credit Suisse nach wie vor als herausfordernd. Der Vorsteuergewinn für dieses Jahr soll zwischen 3,2 und 3,4 Milliarden Franken liegen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Credit Suisse einen Gewinn vor Steuern von 1,8 Milliarden Franken. Für das kommende Jahr habe der Verwaltungsrat einem Aktienrückkauf von bis zu 1,5 Milliarden Franken zugestimmt. Man rechne, abhängig von den Markt- und Wirtschaftsbedingungen, mit einem Rückkauf für mindestens eine Milliarde Franken, teilte die Credit Suisse weiter mit. (DJ)

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  • IPO
    Tencent Music sammelt über eine Milliarde Dollar ein

    Dem Musikstreamingdienst Tencent Music hat sein Börsengang in den USA rund 1,1 Milliarden US-Dollar eingebracht. Der Ausgabepreis für die Hinterlegungsscheine (American depositary share - ADS) lag mit jeweils 13 Dollar am unteren Ende der Preisspanne von 13 bis 15 Dollar. Vom Emissionserlös kann sich Tencent Music rund 533 Millionen Dollar in die eigene Tasche stecken, der Rest geht an die Altaktionäre. Mit einer Bewertung von 21,3 Milliarden Dollar ist das IPO der Tencent Music Entertainment Group an der New York Stock Exchange einer der größten US-Börsengänge der vergangenen Jahre. Tencent Music ist Teil des chinesischen Internetgiganten Tencent Holdings Ltd. (DJ)

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