Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 15. Dezember 2017
  • Banken

    Russische Notenbank rettet nächstes Geldhaus

    In Russland rettet die Zentralbank einem Insider zufolge das nächste strauchelnde Geldinstitut vor dem Aus. Dabei gehe es um die Promsvyazbank, die zu den größten privatwirtschaftlichen Kreditgebern des Landes gehöre. Demnach stellte die Notenbank deren Eigentümer zuvor vor die Wahl: Entweder sie schießen dem Geldhaus 100 Milliarden Rubel (rund 1,45 Milliarden Euro) frisches Geld zu, um dessen Kapitalbasis zu stärken - oder die Notenbank übernimmt. Nach dem Standardprozedere würde das Institut zunächst vorübergehend der Notenbank unterstellt, anschließend bekäme es Hilfsgelder aus einem speziellen Fonds der Notenbank zugeschossen. Die Notenbank und auch ein Vertreter der Promsvyazbank wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Im September hatte die Zentralbank bereits die B&N Bank gerettet, das gemessen an der Bilanzsumme zwölftgrößte Geldinstitut Russlands. Kurz zuvor hatte die Zentralbank der strauchelnden Großbank Otkritie unter die Arme gegriffen. (rts)

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  • Donnerstag, 18. Januar 2018
  • Unternehmen
    Lidl hat in den USA Wachstumsprobleme

    Mit seinen Expansionsplänen in den USA kommt der Discounter Lidl laut Medienberichten schlechter voran als geplant. Zu den bisher 47 Geschäften kämen dieses Jahr voraussichtlich nur 20 neue hinzu, berichtet das "Manager Magazin". Geplant waren 100 im ersten Jahr. Die erste Filiale war vergangenen Sommer eröffnet worden. "Wenn man einen Fehler erkennt, muss man ihn korrigieren", sagte Lidl-Chef Klaus Gehrig dem Magazin. Aus der Lidl-Zentrale in Neckarsulm gab es am Donnerstag zunächst keine Stellungnahme. Dem Bericht zufolge seien falsche Standorte gewählt und zu große und zu teure Märkte gebaut worden. Anstelle großer Glaspaläste an den Ausfallstraßen suche Lidl jetzt kleinere Ladenlokale in den regionalen Zentren, um mehr Laufkundschaft anzuziehen, berichtete das "Handelsblatt" (dpa)

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  • Mittwoch, 17. Januar 2018
  • Unternehmen
    Carrefour erlöst im Abschlussquartal weniger

    Der französische Einzelhandelskonzern Carrefour hat im Schlussquartal 2017 unter dem starken Wettbewerb auf seinem Heimatmarkt gelitten. Auf Basis konstanter Wechselkurse fielen die Umsätze mit 23,3 Milliarden Euro um 0,2 Prozent geringer aus als im Vorjahr. In Frankreich verringerten sich die Erlöse um 0,5 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.

    Im Gesamtjahr 2017 setzte Carrefour mit 88,2 Milliarden Euro drei Prozent mehr um als im Jahr davor. Das bereinigte operative Ergebnis dürfte nach vorläufigen Schätzungen rund zwei  Milliarden Euro erreicht haben - zu konstanten Wechselkursen ein Rückgang um rund 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. (DJ)

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  • Ernährungsindustrie
    Lebensmittelindustrie erwartet Rekordumsatz

    Die Lebensmittelindustrie erwartet für das abgelaufene Jahr einen Rekordumsatz: Laut Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) stieg der Umsatz ersten Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 181 Milliarden Euro.

    BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff bezeichnete die Lebensmittelexporte dabei als den "Wachstumsmotor der Branche". Diese seien um 6,9 Prozent auf 60,4 Milliarden Euro gestiegen, erklärte er. Dabei entwickelte sich das EU-Binnengeschäft besonders gut. Das Wachstum beim Export in Drittländer würde jedoch durch Handelsbarrieren gedämpft. (AFP)

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