Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 15. Dezember 2017
  • Banken

    Russische Notenbank rettet nächstes Geldhaus

    In Russland rettet die Zentralbank einem Insider zufolge das nächste strauchelnde Geldinstitut vor dem Aus. Dabei gehe es um die Promsvyazbank, die zu den größten privatwirtschaftlichen Kreditgebern des Landes gehöre. Demnach stellte die Notenbank deren Eigentümer zuvor vor die Wahl: Entweder sie schießen dem Geldhaus 100 Milliarden Rubel (rund 1,45 Milliarden Euro) frisches Geld zu, um dessen Kapitalbasis zu stärken - oder die Notenbank übernimmt. Nach dem Standardprozedere würde das Institut zunächst vorübergehend der Notenbank unterstellt, anschließend bekäme es Hilfsgelder aus einem speziellen Fonds der Notenbank zugeschossen. Die Notenbank und auch ein Vertreter der Promsvyazbank wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Im September hatte die Zentralbank bereits die B&N Bank gerettet, das gemessen an der Bilanzsumme zwölftgrößte Geldinstitut Russlands. Kurz zuvor hatte die Zentralbank der strauchelnden Großbank Otkritie unter die Arme gegriffen. (rts)

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  • Donnerstag, 20. September 2018
  • Strategie
    Nestlé denkt über die Hautpflege nach

    Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé stellt einen weiteren Geschäftsbereich auf den Prüfstand. Das zukünftige Wachstumspotenzial des Hautgesundheitsgeschäfts Nestlé Skin Health liege zunehmend außerhalb der strategischen Stoßrichtung, teilte Nestlé mit. Entsprechend habe der Verwaltungsrat nach einer eingehenden Prüfung entschieden, die "strategische Optionen" für Nestle Skin Health zu prüfen. Der Prozess solle bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Wer als möglicher Käufer in Betracht kommt, wollte der Konzern nicht mitteilen. Der Bereich erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden Franken. (rts)

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  • Personalie
    Durante hört bei British American Tobacco auf

    Der Tabakriese British American Tobacco (BAT) muss sich einem neuen Chef umschauen. Der langjährige Konzernlenker Nicandro Durante, der BAT seit rund acht Jahren führt, wird kommendes Jahr zurücktreten. Durante werde seinen Posten zum April abgeben, teilte das Unternehmen mit. Der Verwaltungsrat habe in den vergangenen Monaten bereits intern und extern nach einem Nachfolger Ausschau gehalten. Dabei habe sich ein Kandidat für die Nachfolge als besonders geeignet herausgestellt. Details nannte der Londoner Konzern nicht. Durante arbeitet seit knapp 37 Jahren bei dem Konzern, der in Deutschland unter anderem Marken wie "Dunhill" oder "Lucky Strike" anbietet. Vor seiner Ernennung zum BAT-Vorstandschef (CEO) im Jahr 2011 verantwortete er als COO das operative Geschäft. (DJ)

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  • Mittwoch, 19. September 2018
  • Tarifverhandlungen
    EVG fordert 7,5 Prozent mehr Geld

    Mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Geld zieht die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn AG. Erneut will es die DGB-Gewerkschaft ihren Mitgliedern ermöglichen, statt der Lohnerhöhung eine kürzere Wochenarbeitszeit oder zusätzliche Urlaubstage zu wählen. Das hat die gewerkschaftliche Tarifkommission in Fulda beschlossen, wie die EVG mitteilte. Laut einer EVG-Mitgliederbefragung wollen 44 Prozent der Beschäftigten die Option "noch einmal mehr Urlaub" wählen, berichtete die Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. (dpa)

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  • Nutzfahrzeuge
    Volkswagen kündigt neue E-Transporter an

    Volkswagen will im Markt für leichte Nutzfahrzeuge immer mehr Modelle mit E-Antrieb ins Programm nehmen. Der Hersteller präsentierte auf der IAA-Nutzfahrzeugmesse fünf neue Elektro-Transporter - vom E-Bulli "ID Buzz Cargo" bis zum elektrischen Lastenfahrrad. Die E-Bulli-Studie sei der erste Transporter auf Basis der vollelektrischen ID-Modellfamilie, deren erster Vertreter ab Ende 2019 in Zwickau fertiggestellt wird, teilte das Unternehmen mit. Reichweiten bis zu 550 Kilometer seien damit möglich. Ebenfalls gezeigt wurde eine Studie des größeren "Crafter" mit Brennstoffzellen-Antrieb. Mitte 2019 will Volkswagen den vom Partnerunternehmen Abt elektrifizierten Kleintransporter "Caddy" mit einer Reichweite von rund 220 Kilometern auf den Markt bringen. Ebenfalls von Abt zum E-Transporter gemacht wird der Bulli "T6", der binnen eines Jahres zum Serienmodell werden könne. Die Markteinführung des dreirädrigen E-Lastenrads sei für das kommende Jahr geplant, hieß es. Produziert werden solle das neue Cargo-E-Bike im Nutzfahrzeugwerk in Hannover, die Reichweite betrage bis zu 100 Kilometer. (dpa)

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  • Unternehmen
    EU-Kommission stellt Steuerverfahren gegen McDonald's ein

    Der Fastfood-Konzern McDonald's muss wegen seiner Steuertricks in Luxemburg keine Abgaben nachzahlen. Die Untersuchungen der EU-Kommission hätten ergeben, dass Luxemburg dem US-Unternehmen keine unzulässigen steuerlichen Vorteile gewährt habe, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel. Dennoch entspräche die Behandlung von McDonald's in Luxemburg nicht dem Prinzip der Steuergerechtigkeit. Ende 2014 war durch die "LuxLeaks" genannten Enthüllungen bekannt geworden, dass McDonald's und andere Konzerne in Absprache mit dem luxemburgischen Staat extrem niedrige Steuersätze zahlten. Der Fastfood-Riese hatte Gewinne aus Einnahmen aus Lizenzgebühren in die USA verschoben und konnte sich auf ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Luxemburg und den USA berufen. (DJ)

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  • Banken
    Danske-Chef tritt zurück

    Der Chef der dänischen Danske Bank hat wegen eines Geldwäsche-Skandals seinen Rücktritt angekündigt. "Es ist klar, dass die Danske Bank versäumt hat, im Falle der möglichen Geldwäsche in Estland ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das bedauere ich zutiefst", teilte Thomas Borgen in einer Erklärung mit. Dänemarks größte Bank senkte zugleich die Erwartungen für den Jahresgewinn auf 16 bis 17 Milliarden dänische Kronen (rund 2,2 Milliarden Euro) von zuvor 18 bis 20 Milliarden Kronen. Sowohl in Dänemark als auch Estland ermitteln Staatsanwälte wegen des Verdachts der Geldwäsche in Estland gegen das Institut. Die Danske Bank hatte bereits Lücken bei ihren Vorkehrungen gegen Geldwäsche in Estland eingestanden. (rts)

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  • Unternehmen
    Schaeffler senkt die Prognose fürs Autogeschäft

    Der Zulieferer Schaeffler hat wegen einer erwarteten geringeren Nachfrage seine Ziele für das Autogeschäft gesenkt. Im laufenden Jahr ist demnach - ohne den Einfluss von Wechselkursen - nur noch mit einem Umsatzwachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent zu rechnen, teilte das Unternehmen in Herzogenaurach mit. Zuvor lag der angepeilte Wert bei 6 bis 7 Prozent. Die Nachfrage China und Europa schwäche sich ab, hieß es zur Begründung. Insgesamt bestätigte Schaeffler aber seine Jahresprognose für 2018: Ziel sei weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzplus zwischen 5 und 6 Prozent. Der Konzern erwartet, dass die gute Entwicklung des Industriegeschäfts die Schwäche in der Auto-Sparte ausgleichen dürfte. (dpa)

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  • Konjunktur
    Schweiz erwartet starkes Wachstum

    Die Schweizer Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2018 kräftig angehoben. Die gute internationale Wirtschaftslage kurbele den Außenhandel an, und die Unternehmen investierten kräftig, erklärte die Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Für 2018 erwarten die Fachleute einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,9 (zuvor: 2,4) Prozent. Zugleich bestätigten sie die Wachstumsprognose von 2,0 Prozent für 2019.  "In der Schweiz herrscht Hochkonjunktur", hieß es. "Das BIP ist über mehrere Quartale stark gewachsen, die Beschäftigung zieht an, die Arbeitslosigkeit geht zurück. Besonders schwungvoll hat sich die Industrie entwickelt. Die negativen Risiken überwiegen aber deutlich und bedrohen die internationale Konjunktur." (DJ)

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  • Handel
    Trump handelt "fairen" Handelsdeal mit Südkorea aus

    Die USA und Südkorea haben ihr Handelsabkommen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump komplett neu ausgehandelt. Der neue Vertrag könnte während der laufenden UN-Vollversammlung unterzeichnet werden, sagte Trump. Beide Staaten hatten sich im März darauf verständigt, das Abkommen neu zu fassen, nachdem Trump sich - wie bei anderen Abkommen - über ein zu hohes US-Handelsdefizit im Geschäft mit dem wichtigen südostasiatischen Verbündeten beschwert hatte. "Das Handelsabkommen mit Südkorea wurde komplett neu verhandelt und ist unterschriftsreif", sagte Trump nun. "Es war ein fürchterlicher Deal für die USA, nun ist es ein fairer Deal", fügte der US-Präsident hinzu. Ein südkoreanischer Regierungssprecher sagte, die Unterzeichnung werde möglicherweise in der kommenden Woche stattfinden. Das Vertragswerk könne dann möglicherweise ab Januar kommenden Jahres gelten. (rts)

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  • Geldpolitik
    Japan hält am Minuszins fest

    Japans Zentralbank setzt ihre extrem lockeren Geldpolitik unverändert fort. Das entschied die Bank of Japan (BoJ) nach ihrer zweitägiger September-Sitzung. Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben. Der sogenannte kurzfristige Einlagensatz liegt weiter bei minus 0,1 Prozent. Das Zinsziel für zehnjährige Staatspapiere beträgt ebenfalls unverändert null Prozent. Größere Kursreaktionen an den Märkten sind nicht zu erwarten: Die Entscheidungen und Zinssätze bewegen sich im Rahmen der Erwartungen. (dpa)

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