Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 09. Februar 2018
  • Unternehmen

    Übernahmepoker um Qualcomm geht weiter

    Der Übernahmepoker um den US-Chipkonzern Qualcomm geht in eine neue Runde. Das Management von Qualcomm wies zwar die auf 121 Milliarden Dollar erhöhte Offerte des Konkurrenten Broadcom zurück. Zugleich gab es sich allerdings gesprächsbereit und schlug ein Treffen mit der Broadcom-Führung vor. Diese wiederum zeigte sich am Freitag dafür offen, bezeichnete ihr Angebot aber als endgültig. Broadcom hatte für den weltgrößten Hersteller von Handychips bereits im November 103 Milliarden Dollar auf dem Tisch gelegt. Dies war Qualcomm zu wenig. Allerdings drangen einige Aktionäre des Unternehmens zuletzt auf Verhandlungen, um eine höhere Offerte herauszuschlagen. Diese kam dann am Montag. Doch auch die vorgeschlagene Aufstockung von 24 Prozent stieß bei Qualcomm auf Ablehnung, weil der Vorstand den eigenen Konzern damit immer noch deutlich unterbewertet sieht. Als weiteres Problem betrachtet er die Ungewissheit, ob und wann die Wettbewerbshüter einem Zusammengehen beider Unternehmen ihren Segen geben würden. Monatelange Unsicherheit könnte Qualcomm zurückwerfen in einer wegweisenden Umbruchphase der Branche, lautet das Argument. Zwei Kunden hätten bereits erklärt, dass wie möglicherweise zu einem anderen Chip-Anbieter wechseln würden, falls die Fusion wahr werde, erklärte Qualcom in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht. Insgesamt stehe deshalb ein Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar pro Jahr im Feuer. Die Chipindustrie stellt sich derzeit auf revolutionäre Neuerungen in anderen Wirtschaftszweigen ein. Dazu gehören die Entwicklung des Mobilfunkstandards 5G, das autonome Fahren und die Verwendung von hochwertigen Computern in Haushaltsgeräten. Qualcomm bemüht sich derzeit ebenfalls um eine Großübernahme. Der Konzern bietet 38 Milliarden Dollar für den niederländischen Wettbewerber NXP Semiconductors. Auch in diesem Fall blockieren Aktionäre des umworbenen Unternehmens den Deal in der Hoffnung, einen besseren zu erreichen. (rts)

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  • Montag, 20. August 2018
  • Konjunktur
    Deutsche Erzeuger melden moderaten Preisdruck

    Die deutschen Produzenten verzeichnen weiter einen moderaten Preisdruck. Im Juli stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 3,0 Prozent. Diese Steigerungsraten entsprachen den genau den Prognosen von Ökonomen. In den vergangenen Monaten zeigte der Inflationstrend bei den Erzeugerpreisen leicht nach oben, was vor allem auf die Energiepreise zurückging. Ohne Energie ist der Index der Erzeugerpreise im Juli um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (DJ)

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  • Konjunktur
    Britisches Geschäftsklima auf Tiefststand

    In der britischen Wirtschaft macht sich einer Umfrage zufolge zunehmend Pessimismus breit. Das arbeitgebernahe Institute for Directors (IoD) teilte mit, vor allem die Unsicherheit rund um die künftigen Handelsbeziehungen der Insel zur EU nach dem Brexit wirkten sich negativ aus. Auf die Frage nach den wirtschaftlichen Perspektiven in den nächsten zwölf Monaten gab es mehr Pessimisten als Optimisten - und einen Indexwert von minus 16. Das ist der niedrigste Stand in diesem Jahr. Zum Vergleich: Im April gab es noch einen positiven Wert von drei.Großbritannien will Ende März 2019 die EU verlassen. Die Details der Scheidung sind aber immer noch offen. Zuletzt wurde das Risiko, ohne ein Abkommen aus der Union auszuscheiden, auch in der britischen Regierung als höher eingeschätzt.Das IoD hat für die Umfrage im Juli 750 Führungskräfte aus der Wirtschaft befragt. (rts)

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