Marktberichte

Finanzwerte verlieren Asiens Börsen tiefrot

Ängste vor weiteren Hypothekenproblemen in den USA haben die asiatischen Börsen am Donnerstag belastet. Insbesondere die Finanzwerte standen an der Tokioter Börse unter Druck, nachdem die US-Banken Wachovia und Bank of America vor einem Verlust und Abschreibungen im vierten Quartal gewarnt hatten. Nachrichten über eine gemeinsame Liquiditätsspritze der europäischen und der amerikanischen Notenbanken zur Milderung der Hypothekenkrise konnten die Stimmung der Anleger nicht heben.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,5 Prozent tiefer auf 15.536 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,6 Prozent auf 1516 Zähler. Auch die Börsen in Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur zeigten sich mit Abschlägen von bis zu 3,6 Prozent deutlich schwächer.

Zu den Kursverlierern in Tokio zählten vor allem die Papiere von Banken. So verloren die Aktien der Mizuho Financial Group mehr als fünf Prozent. Ebenfalls auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien des Maschinenbauers IHI. Die Aktie verbilligte sich um 5,5 Prozent. Bereits am Mittwoch war das Papier um zehn Prozent eingebrochen, nachdem das Unternehmen für das abgelaufene Geschäftjahr einen Verlust ausgewiesen hatte.

Das von den internationalen Notenbanken geschnürte Hilfspaket für die angespannten Geldmärkte bewegte den Eurokurs in Fernost nur wenig. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,4725 Dollar nach 1,4706 Dollar im späten New Yorker Mittwochshandel. Ein Dollar wurde mit 111,84 Yen gehandelt. Er bewegte sich damit in der Nähe des am Mittwoch erreichten Einmonatshochs von 112,48 Yen.

Quelle: n-tv.de