Marktberichte

TUI und Aurubis im Blick Dax verhalten

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Eingefroren: Auf dem deutschen Parkett wird sich heute wohl nicht viel bewegen.

(Foto: dapd)

Maue Vorgaben aus Übersee dürften den Dax am Morgen auf dem Vortagesniveau halten. Händler rechnen mit keinen großen Ausbrüchen, auch vom anstehenden ZEW-Index dürften kein starker Impuls ausgehen. Im Blick stehen TUI, ProSieben und Aurubis.

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Mit einem stabilen Dax rechnen Händler zum Handelsstart. Angesichts der zahlreichen US-Konjunkturdaten und der letzten Sitzung der US-Notenbank in diesem Jahr wird mit zurückhaltendem Geschäft gerechnet. Daneben sei die Nachrichtenlage relativ dünn und konzentriere sich auf Nebenwerte, wie etwa TUI und ProSieben. Aus den USA stehen am Nachmittag die wichtigen Einzelhandelsdaten an. Daneben werden Lagerbestände und die US-Erzeugerpreise veröffentlicht. Lang & Schwarz indiziert den Dax um 8.09 Uhr MEZ mit 7.023 Punkten, einem leichten Abschlag von 0,1 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag.

In Deutschland wird mit eher verhaltenem Interesse auf den ZEW-Index am Vormittag geblickt. "Seit der November-Umfrage ist der Dax um 3,5 Prozent gestiegen. Die erwartete Erholung des ZEW-Index passt also ins Bild", sagt ein Händler. Im Mittel ihrer Prognosen sehen die Finanzmarktakteure den ZEW-Index im Dezember bei 4,0 Punkten nach 1,8 Punkten im November. "Der Dax hat diese Erwartung also schon erfüllt, größeren Kurseinfluss dürfte die Umfrage folglich nicht haben", meint der Händler.

Im Blick stehen vor allem ProSiebenSat.1 mit Berichten über einen möglichen Verkauf. Damit dürfte der Aktienüberhang bei Permira und KKR in den Blick rücken und die Vorzugsaktie laut Händlern belasten. "Es hat den Anschein, als bereiten die beiden Großaktionäre ihren Ausstieg vor und müssen dafür erst die Liquidität schaffen", sagt ein Händler. Angesichts einer Verdreifachung des Aktienkurses seit Jahresbeginn sei ein "Exit" plausibel, die beiden Private-Equity-Gesellschaften könnten sich nun zum Ausstieg bemüßigt fühlen.

Permira und KKR halten 25,3 Prozent der Vorzugsaktien von ProSiebenSat.1 und 88 Prozent der unnotierten Stammaktien. Sie wollen sich laut Kreisen von einem Großteil ihrer Vorzugsaktien des Fernsehkonzerns trennen. Zeitpunkt und Volumen der Platzierung blieben unklar. Den Kreisen zufolge könnte die Transaktion noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Die Aktie von ProSiebenSat.1 legt vorbörslich bei Lang & Schwarz um 2,1 Prozent zu.

Von guten Zahlen und einem optimistischen Ausblick auf 2011 sprechen Händler bei TUI. "Die Ergebnisse und die Prognosen für 2011 reihen sich an die guten Nachrichten von TUI Travel und von Hapag-Lloyd", sagt ein Händler. Die Meldung, dass TUI vier neue große Containerschiffe bestellt habe zeige, dass das Reedereigeschäft "brummt". Mit Blick auf die Touristik richte sich der Blick nun bereits auf die Buchungen für das Sommergeschäft, nachdem die Wintersaison sehr gut angelaufen sei. Nach der jüngsten Kursstärke der Aktie sei diese anfällig für Gewinnmitnahmen, zumal der Ausbruch auf ein neues Jahreshoch am Montag knapp gescheitert sei. TUI steigen um 1,4 Prozent.

Deutsche Lufthansa haben Händlern zufolge vorbörslich Rückenwind von einer Hochstufung durch die Credit Suisse bekommen. Die Papiere lagen beim Brokerhaus Lang & Schwarz 0,9 Prozent im Plus. Die Credit Suisse habe die Aktien auf "Outperform" von "Neutral" hochgestuft und auch das Kursziel um sechs Euro auf 22,90 Euro angehoben, sagten Händler. Trotz der Einführung einer Besteuerung von Flugreisen zeigten sich die Analysten zuversichtlich, dass Lufthansa die Rendite pro Passagier weiter steigern könne.

Bei Aurubis seien Gewinnmitnahmen keine Überraschung, meint ein Händler. "Die Aktie ist seit Ende August von 31 Euro um fast 40 Prozent haussiert und hat gestern bei 42,50 Euro noch ein neues Rekordhoch erreicht", sagt der Händler. Die Ergebnisse seien gut, sie profitierten von gestiegenen Kupferpreisen und höheren Volumina. Die Ergebnisse lägen jedoch nicht so deutlich über den Konsensschätzungen, dass sie nochmals ein länger tragender Impuls für weitere Kursgewinne seien. Im Falle von Gewinnmitnahmen sei die Aktie bei 40 Euro unterstützt. Aurubis steigen vorbörslich allerdings um 1,3 Prozent.

Quelle: n-tv.de, sla/DJ/rts

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