Marktberichte

Raus aus dem 3-Monats-Loch Euro rappelt sich hoch

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Welches Land fällt nach Zypern?

(Foto: picture alliance / dpa)

Die europäische Gemeinschaftswährung handelt die Hoffnung, dass Zypern eine schonende Lösung für Kleinanleger findet und das Parlament in Nikosia dem Rettungspaket für Zypern zustimmt. Bis die Banken wieder öffnen, wird es wohl spannend bleiben.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Nach dem Absturz zu Wochenbeginn hat sich der Euro im fernöstlichen Devisenhandel wieder leicht erholt. Die Aussichten auf Änderungen bei der für zyprische Bankkunden geplanten Zwangsabgabe erhöhten aus Sicht der Händler die Chancen, dass das Rettungspaket vom Parlament in Nikosia angenommen wird.

Das führte zu einer leichten Erholung des Euro, der am Vormittag in Tokio  mit 1,2960 Dollar gehandelt wurde. Am Vortag war er auf ein Drei-Monats-Tief von 1,2882 Dollar gefallen. Dennoch blieb die Unsicherheit im Markt, wie das zyprische Parlament am Dienstag entscheiden wird und wie sich die Kunden nach der für Donnerstag geplanten Öffnung der Banken verhalten werden, denn mit der Zwangsabgabe könnte ein ernster Vertrauensverlust bei den Bürgern eingetreten sein.

Der Internationale Bankenverband IIF sprach sogar von einem unglaublich gefährlichen Präzedenzfall. Der Zugriff auf bislang garantierte Bankeinlagen sei ein Vertrauensbruch, der auch noch langfristig Auswirkungen haben werde, sagte IIF-Chef Tim Adams.

In japanischer Währung kostete der Euro in Tokio 123,98 Yen. Für den Dollar wurden 95,66 Yen gezahlt. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9461 Franken je Dollar und bei 1,2263 Franken je Euro.

Der Euro war wegen der Unsicherheit im Zusammenhang mit der geplanten Zwangsabgabe auf Bankeinlagen in Zypern kräftig unter Druck geraten. Nach zum Teil scharfer Kritik von Experten an den jüngsten Rettungsplänen rutschte die Gemeinschaftswährung am Montag zeitweise auf 1,2883 Dollar ab und erreichte damit tiefsten Stand seit drei Monaten.

Hinter den Kulissen wird mittlerweile mit Hochdruck an einer schonenden Lösung für Kleinanleger gearbeitet. Das ursprünglich für Sonntag geplante Votum des Parlaments in Zypern zum Rettungsplan musste am Montag erneut verschoben werden.

Quelle: ntv.de, rts/dpa

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