Marktberichte

GM überrascht positiv Finanzwerte trüben Kauflaune der US-Anleger

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Zwei Tage rauf, einen Tag runter: Die Kurse an der Wall Street bleiben volatil.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Wall Street verfällt wieder in den Modus Zick-Zack. Während GM für Aufsehen bei den Anlegern sorgt, belasten Finanzwerte die Stimmung. Am Ende des Handelstages schließen die Indizes uneinheitlich.

Schlechte Konjunkturdaten und Kursverluste bei Finanzwerten haben am Mittwoch die Kauflaune an der Wall Street gedämpft. Die New Yorker Börsen schlossen uneinheitlich. Im späten Handel verkauften Börsianer auch Finanzwerte nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten. Hochtechnologiewerte hielten indes die Nasdaq im Plus. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,9 Prozent tiefer auf 23.664 Punkten. Der Nasdaq Composite rückte dagegen 0,5 Prozent auf 8854 Stellen vor. Der breit gefasste S&P-500 büßte 0,7 Prozent auf 2848 Zähler ein. Auch der Dax schloss mit Verlusten.

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Die Folgen der Restriktionen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie für den US-Arbeitsmarkt sind verheerend: Der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge fielen im April gut 20 Millionen Stellen weg. Der bisherige Rekord aus dem Finanzkrisenjahr 2009 lag bei 835.000 gestrichenen Jobs. "Wir wussten, dass es schlimm werden würde", sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Die Zahlen deckten sich mit der Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den vergangenen Wochen. Die Märkte konzentrierten sich nun auf eine potenzielle Konjunkturerholung. Die große Frage sei aber, ob die Coronavirus-Beschränkungen zu schnell gelockert würden.

GM im Aufwind

Zu den Favoriten am Aktienmarkt zählte General Motors mit einem Kursplus von knapp drei Prozent. Die finanziellen Belastungen des Autobauers durch den Produktionsstillstand seien geringer als befürchtet, urteilte Analyst Philippe Houchois von der Investmentbank Jefferies. Außerdem sei die Gewinnmarge von 8,5 Prozent im Nordamerika-Geschäft beeindruckend.

Gefragt waren auch die Papiere von Activision Blizzard, die sich um 6,3 Prozent verteuerten. Die Ausgangsbeschränkungen steigerten die Nachfrage nach den Videospielen des Unternehmens wie "Call of Duty" und "Candy Crush". Daher hob die Firma ihr Umsatzziel für 2020 an. Der in Aussicht gestellte Gewinn sei deutlich mehr als erwartet, sagte ein Börsianer. Die Quartalsergebnisse des Rivalen Electronic Arts seien zwar insgesamt positiv, der Ausblick allerdings enttäuschend. Die Aktien des Machers von "Fifa20" und "Need for Speed" verloren 3,6 Prozent.

Die Titel von Mattel rutschten 1,3 Prozent ab. Der Umsatz des Spielzeug-Herstellers sei überraschend stark zurückgegangen, bemängelte Analyst Jaime Katz vom Research-Haus Morningstar. Vor allem das Geschäft mit dem Vorzeigeprodukt Barbie-Puppen laufe enttäuschend.

Quelle: ntv.de, bad/rts