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Endlich wieder aufwärts Goldpreis steigt plötzlich an

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Für Gold und Silber gehen die Preise zum Wochenbeginn steil nach oben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf einmal kommt der Mini-Boom: Innerhalb von zwei Minuten steigt der Preis für Gold um 30 Dollar an. Zuvor hatte der Preis an der New Yorker Rohstoffbörse stets nachgegeben.

Die längste Schwächephase des Goldpreises seit der Finanzkrise 2008 scheint sich ihrem Ende zu nähern - und dies mit einem Paukenschlag. Der Preis für das Edelmetall legt am Montag an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex innerhalb von zwei Minuten um rund 30 Dollar zu und steigt bis knapp an die Marke von 1400 Dollar, kann dieses Niveau allerdings nicht überwinden. An den sieben Handelstagen zuvor hatte der Goldpreis jeweils nachgegeben und auch im frühen Handel sah es nicht nach einem Ende der Abwärtsspirale aus. Doch dann ging es innerhalb kürzester Zeit stark nach oben.

Mit einer Erklärung für die plötzliche Erholung des Goldpreises tun sich Händler etwas schwer. Zum einen wird auf den schwächeren Dollar verwiesen, der ein Engagement für Anleger die nicht aus dem Dollar-Raum kommen wieder attraktiver macht. Zudem sei es zu verstärkten Short-Eindeckungen gekommen, nachdem der Goldpreis das April-Tief bei 1321,50 Dollar nicht unterschritten habe. Allerdings wird insgesamt von einem recht volatilen Handel berichtet. Aktuell notiert der Preis für die Feinunze Gold bei 1384 Dollar, nachdem die Marke von 1400 Dollar mit einem Tageshoch von 1398,90 Dollar zuvor nur ganz knapp verfehlt wurde.

Der Glanz des Goldes verblasst allerdings bereits seit Oktober 2012, als mit 1790 Dollar ein Höchststand erklommen wurde. Seit dieser Zeit geht es mit dem Goldpreis talwärts. Eine Besserung scheint nicht in Sicht. "Die Rally an den Aktienmärkten in den USA und Japan, der weiterhin starke Dollar und die weltweit niedrigen Inflationserwartungen sind die Faktoren, die Edelmetalle nach unten drücken", so Stratege Peter Hug von Kitco Metals. In diesem Monat ging es für das gelbe Metall schon um gut sieben Prozent nach unten, im Monat davor waren es knapp acht Prozent.

Parallel zum Gold- geht es auch für den Silberpreis zu Wochenbeginn steil nach oben. Zunächst war es um knapp 4 Prozent auf 21,41 Dollar nach unten gegangen auf den niedrigsten Stand seit über zweieinhalb Jahren. Im Tagestief war die Feinunze Silber sogar für 20,87 Dollar zu haben. Doch gemeinsam mit dem Goldpreis setzte dann die Erholung ein, in der Spitze bis auf 23,24 Dollar je Feinunze. Mittlerweile ist es zu einer Stabilisierung bei 22,71 Dollar gekommen - immer noch ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Settlement am Freitag.

Quelle: n-tv.de, jtw/DJ

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