Marktberichte

Forint ist angeschlagen Euro punktet spät

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Der Euro rutscht weiter ab

(Foto: dpa)

Nervosität ist kein guter Ratgeber: Am Devisenmarkt lässt sich das derzeit am Währungspaar Euro-Dollar ablesen. Hintergrund ist die unklare Richtung in der Geldpolitik der EZB.

Der Euro kehrt am Dienstag zu seiner Berg-und-Talfahrt der vergangenen Wochen zurück. Die Gemeinschaftswährung hielt am Morgen noch die 1,38er Marke. Am Mittag pendelte sie knapp darunter. Am Nachmittag setzt die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs dann auf 1,3803 Dollar fest. Am Abend standen dann 1,3022 Dollar zu Buche - und damit war das Niveau des Wochenauftakts wieder erreicht. Zum Vergleich: Am Freitag hatte die Gemeinschaftswährung noch jenseits der 1,39er Marke notiert.

Zuletzt hatten Aussagen führender EZB-Vertreter den Euro belastet. So waren unter anderem zusätzliche geldpolitische Lockerungen in Aussicht gestellt worden.

Die schlechter als erwartet ausgefallenen ZEW-Daten nahmen die Deviseninvestoren unbeeindruckt auf. Im weiteren Handel stehen vor allem Inflationsdaten aus den USA im Fokus. Wie die EZB kämpft auch die amerikanische Notenbank Fed mit einem niedrigen Preisauftrieb. Deshalb sind die Zahlen wichtig für die weitere Geldpolitik.

Forint bleibt angeschlagen

Auch eine um über 8 Prozent im Februar gestiegenen Industrieproduktion half dem Ungarischen Forint nicht auf die Sprünge. Für die Devisenanalysten der Erste Group Bank liegen die Gründe in der Eskalation in der Ostukraine. Die Gefahr eines militärischen Konflikts mit den möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen sei für die Forint-Schwäche verantwortlich, so die Experten. Der Euro stieg auf 307,31 Forint nach Kursen um 306,84 am Vortag. Der ukrainische Präsident hatte den Beginn einer Militäroffensive gegen die russischen Separatisten in der Ostukraine angekündigt.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/DJ

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