Marktberichte

Rubel in Hochstimmung Euro erobert die Marke zurück

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Gemeinschaftswährung mit separaten Schwierigkeiten: Während die deutsche Wirtschaft auf hohem Niveau verschnauft, bereitet Frankreich immer mehr Sorgen.

(Foto: REUTERS)

Am Devisenmarkt bleiben die Investoren nach dem Ifo-Index gelassen. Die Auswirkungen sind vernachlässigbar, der Euro klettert aber wieder.

Nachdem der Euro am Dienstagmorgen noch unter der Marke von 1,36 Dollar liegt, kämpft sich die Gemeinschaftswährung im Handelsverlauf wieder zurück und darüber. Am Nachmittag kostet ein Euro 1,3615 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3618 Dollar fest.

Der leicht schwächer als erwartet ausgefallene Ifo-Index lässt den Devisenmarkt kalt. Seinen Einfluss schätzt Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann aber auch als gering ein. Die Geldpolitik bleibe der entscheidende Faktor für die Wechselkurse.

Zu Wochenbeginn hatte der Euro nach schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone leicht nachgegeben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3596 Dollar festgesetzt.

Rubel nahe Jahreshoch

Der russische Rubel steigt indes auf den höchsten Stand seit dem späten Januar, so dass der Dollar 0,7 Prozent auf 33,87 Rubel nachgibt. Die lang ersehnte Feuerpause in der Ukraine gibt der russischen Währung Unterstützung, nachdem es in den letzten Stunden keinen Zusammenstoß zwischen dem ukrainischen Militär und den prorussischen Separatisten gab. Damit wächst die Hoffnung auf eine Entspannung der Krise. Auch Steuerzahlungen zum Monatsende spielen bei der Rubelstärke eine Rolle.

Seit dem Allzeittief der russischen Währung im März vor der Annexion der Krim hat sich der Rubel deutlich erholt und liegt seit dem Jahresbeginn gegenüber dem Dollar nur noch 3 Prozent zurück. Auch mit dem Aktienmarkt in Moskau geht es nach oben.

Türkische Lira klettert

Trotz des überraschenden Zinsentscheids der Türkischen Notenbank zieht der Wechselkurs der Lira an. Die Zentralbank hat den Wochen-Repo-Satz, der als Leitzins fungiert, um 75 Basispunkte auf nun 8,75 Prozent gesenkt, während der Markt eine Reduzierung um nur 50 Basispunkte erwartet hatte. Die Lira lässt sich davon jedoch nicht beirren. Der US-Dollar fällt im Tagestief auf 2,1275 nach zuvor 2,1325 Lira.

Quelle: ntv.de, bad/mmo/dpa/rts/DJ

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