Marktberichte

Google-Mutter auf Kletterkurs Medienbericht beflügelt Wall Street

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(Foto: picture alliance/dpa)

In den vergangenen Tagen gewinnt der Ton zwischen den USA und China wieder an Schärfe. Anleger an den US-Börsen schöpfen trotzdem Hoffnung. Der Grund: Laut einem Bericht rückt eine Einigung zwischen den beiden Supermächten näher.

Spekulationen auf ein baldiges Handelsabkommen zwischen den USA und China haben im Tagesverlauf die US-Börsen angetrieben. Geschürt wurden die Hoffnungen auf einen Vertrag zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten von einem Bericht der Agentur Bloomberg, demzufolge eine Einigung trotz des zuletzt raueren Tons zwischen beiden Seiten näher rücke.

Kaum gedämpft wurde die Kauflaune auf dem Parkett von schwächer als erwartet ausgefallenen Signalen vom US-Arbeitsmarkt. Nach Daten des privaten Anbieters API wurden im November lediglich 67.000 neue Jobs geschaffen statt wie erwartet 140.000.

Alphabet
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Der Dow-Jones-Index erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 27.650 Punkte. Im Tageshoch war es schon bis auf 27.727 Punkte nach oben gegangen. Der S&P-500 legte um 0,6 Prozent auf 3.113 Punkte zu und der Nasdaq-Composite gewann 0,5 Prozent auf 8.567 Punkte.

Die Aktie der Google-Mutter Alphabet kletterte um 1,8 Prozent. Die beiden Mitgründer Larry Page und Sergey Brin, CEO und President der Muttergesellschaft Alphabet, ziehen sich aus dem Management zurück. Neuer Alphabet-CEO wird mit sofortiger Wirkung Sundar Pichai. Die Salesforce-Aktie verlor nach Zahlen für das dritte Quartal 3,2 Prozent. Der Abschluss seiner bisher größten Akquisition hat dem SAP-Konkurrenten einen Verlust von 109 Millionen Dollar beschert, während der Umsatz auf ein Rekordniveau von 4,51 Milliarden Dollar stieg.

Airbus sticht Boeing aus

Expedia
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Die Boeing-Aktie fiel um 0,9 Prozent, nachdem der Flugzeughersteller einen herben Rückschlag hinnehmen musste. United Airlines hat mit Airbus den Kauf von 50 Langstreckenflugzeugen vereinbart, um die veraltete Flotte aus Boeing-757-Maschinen zu ersetzen - und hat sich damit gegen ein neues Mittelstreckenmodell von Boeing entschieden. Ob dieses gebaut wird, hat der US-Hersteller bislang noch nicht entschieden.

Expedia-Titel gewannen 6,2 Prozent. Der Online-Reisedienstleister verliert seinen CEO und seinen CFO, die mit sofortiger Wirkung zurücktreten. Board und Vorstand hätten sich nicht auf eine gemeinsame Strategie verständigen können, hieß es zur Begründung.

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Die Ölpreise verzeichneten deutliche Gewinne. Händler verwiesen auf den unerwartet starken Rückgang der wöchentlichen US-Lagerdaten. Diese reduzierten sich um 4,85 Millionen Barrel, während Analysten lediglich einen Rückgang um 1,5 Millionen Barrel prognostiziert hatten. Es war zudem der erste Rückgang seit sechs Wochen. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI stieg um 4,0 Prozent auf 58,37 Dollar, für Brent ging es um 3,6 Prozent auf 63,01 Dollar nach oben.

Am Devisenmarkt legte das Pfund weiter zu. Neue Wahlumfragen zeigten weiterhin einen Vorsprung der Konservativen bei den Unterhauswahlen am 12. Dezember. Entsprechende Prognosen hatten bereits seit einiger Zeit das Pfund angetrieben in der Erwartung, dass eine klare Mehrheit für Premierminister Boris Johnson einen raschen Brexit ermöglichen wird. Im späten US-Handel lag das Pfund bei 1,3104 Dollar. Der Goldpreis verlor 0,2 Prozent auf 1.475 Dollar je Feinunze, nachdem er am Vortag im Zuge erneuter Handelsstreit-Sorgen noch auf den höchsten Stand seit rund einem Monat gestiegen war.

Quelle: n-tv.de, jpe/rts/DJ