Marktberichte

Gold gefragt Ölpreis kommt zurück

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(Foto: Reuters)

Der Preis für US-Rohöl sackt gen 87 Dollar. Grund sind die steigenden US-Vorräte. Der Kupferpreis tritt auf der Stelle. Der Gold profitiert wieder einmal von den Hoffnungen auf eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 48,16

Der überraschende Anstieg der US-Lagerbestände hat am Mittwochnachmittag den Ölpreis auf Talfahrt geschickt. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete mit 87,42 Dollar 1,2 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis lag damit bereits den dritten Handelstag in Folge unter der Marke von 90 Dollar. Brent-Öl verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 102,71 Dollar. Beide hatten im Tagesverlauf zeitweise jeweils etwa ein halbes Prozent im Plus notiert. Der Preis für Benzin ging ebenfalls in den Keller. Der August-Kontrakt verlor 2,2 Prozent auf 2,76 Dollar je Gallone.

Kupfer notierte 0,1 Prozent höher bei 7422,75 Dollar je Tonne.

Vor allem die europäische Schuldenkrise sorgte für Zurückhaltung, sagte Rohstoff-Händler Ken Hasegawa vom Brokerhaus Newedge. "Der Brent-Preis wird in den kommenden Monaten voraussichtlich zwischen 98 und 108 Dollar pendeln." Dem Analysten Matt Fusarelli vom Beratungshaus AME zufolge könne auch bei Kupfer nicht mit einer Rally gerechnet werden. Allerdings erwarte er in den kommenden Monaten eine allmähliche Erholung der Preise.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg leicht. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 100,51 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

Spekulationen geben Gold Auftrieb

Spekulationen auf eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik zur Ankurbelung der Konjunktur (QE3) trieben den Goldpreis in die Höhe. Eine Feinunze des Edelmetalls, das als Absicherung gegen Inflationsgefahren gilt, kostete mit 1588,54 Dollar 0,6 Prozent mehr als am Vortag.

Nach den zuletzt schwachen Konjunkturdaten sei die Wahrscheinlichkeit von QE3 gestiegen, sagten Börsianer. Daher blickten Anleger gespannt auf die geldmarktpolitische Sitzung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche.

Quelle: ntv.de, dpa/rts