Marktberichte

American Express kauft zurück US-Börsen mit Atempause

Die US-Aktienmärkte üben sich nach 6 Wochen in der Gewinnzone am Montag in Zurückhaltung. Bei einem umsatzschwachen Handel bremsen vor allem AT&T und Wal-Mart den Aufwärtstrend der Indizes. Der Dow Jones hält sich den ganzen Börsentag im negativen Bereich auf. Kurz vor Börsenschluss verlieren die Standardwerte rund 1,1 Prozent. Der Dow Jones beendet den Börsentag bei rund 8.486 Punkten. Die High-Tech-Werte an der Technologiebörse Nasdaq können sich im Laufe des Tages nicht für eine Richtung entschließen. Zum Börsenschluss folgt der Nasdaq Composite jedoch dem Dow Jones und verliert 1,24 Prozent auf 1.394 Punkte.

Der Dow Jones habe in der vergangenen Woche bereits zum sechsten Mal in Folge auf Wochenbasis zugelegt, das sorge für Optimismus, dass der Aufschwung langfristig sei, so ein Händler. Die am Freitag veröffentlichten Daten zum Verbrauchervertrauen seien von den Anlegern zudem als Bestätigung aufgenommen worden, dass die für die US-Konjunktur wichtige Konsumentennachfrage weiter anhalte. Der private Verbrauch macht in den USA rund zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts aus.

Die Anleger würden nun aber dennoch abwarten, wie sich der Konflikt zwischen den USA und dem Irak weiter entwickele. Am Montag waren zum ersten Mal seit vier Jahren UN-Waffeninspektoren in den Irak gereist. Von den Ergebnissen der Inspektoren und ob sie frei arbeiten könnten, werde ein Angriff der USA auf das Ölland abhängen, hieß es weiter. Sollte sich die Lage entspannen, könne dies den Aktienmärkten weiteres Aufwärtspotential geben.

Zeitweise größter Verlierer im Dow Jones war die Aktie des Telekomkonzerns AT&T. Die Investmentbank Lehman Brothers hatte zuvor ihre Bewertung für die Aktie auf „underweight“ von „equalweight“ gesenkt. Die Papiere lagen mit 2,5 Prozent bei 13,51 Dollar unter dem Freitagsschluss.

American Express will 120 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Das habe der Vorstand heute beschlossen, teilte das Unternehmen mit. Die Menge entspricht rund 9 Prozent der ausstehenden Aktien. Der Aktie von American Express hilft es jedoch nicht und verliert 2,42 Prozent auf 36,74 Dollar.

Im Mittelpunkt des Interesses stand die Aktie von Amgen. Das weltgrößte Biotechunternehmen hat nach eigenen Angaben eine Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Mit der Klage will das Unternehmen erreichen, dass die staatliche Krankenversicherung Medicare die Kostenerstattung für das Amgen Blutmedikament Aranesp nicht einstellen kann. Die Aktie verliert im schwachen Marktumfeld 3,25 Prozent und kostet jetzt 46,20 Dollar.

Gute Nachrichten gab es für den Pharmakonzern Bristol Myers Squibb der von der US-Gesundheitsbehörde die Zulassung für sein neues Medikament zur Behandlung von Schizophrenie, Abilify, erhalten hat. Experten zufolge könnte das Medikament sich zu einem „Blockbuster“ entwickeln, das es weniger Nebenwirkungen hat als andere Schizophrenie-Mittel. Die Aktie reagierte mit einem Kursplus von 2,04 Prozent auf 24,54 Dollar.

Die weltweit zweitgrößte Spielwarenkette, Toys R Us, hat den Verlust im abgelaufenen Quartal auf 13 Cent je Aktie nach 22 Cent im vergleichbaren Vorjahresquartal eingegrenzt. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Fehlbetrag von 15 Cent je Aktie gerechnet. Die Aktie verbesserte sich um 21,63 Prozent auf 12,65 Dollar.


Die weltgrößte Supermarktkette Wal-Mart enttäuschte die Anleger unterdessen. Die Umsatzzahlen im November lägen nur am unteren Ende der eigenen Erwartungen, so das Unternehmen. Für die Papiere ging es 3,26 Prozent auf 53,68 Dollar in die Verlustzone.

Quelle: ntv.de

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