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US-Haushalt sorgt für Unruhe Wall Street geht positiv ins Wochenende

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(Foto: REUTERS)

In den USA sind das Weiße Haus und der Kongress noch immer ohne Einigung im Haushaltsstreit. Das macht sich an der Wall Street bemerkbar: Die großen Indizes bewegen sich kaum vorwärts. Stattdessen steigen viele Anleger in Europa ein.

Die New Yorker Börsen haben am letzten Handelstag der Woche im Plus geschlossen. Der Streit über den US-Haushalt bereitete den Investoren allerdings Kopfschmerzen. "Die Wahrscheinlichkeit eines Regierungsstillstands ist in den vergangenen 24 Stunden stark gestiegen", warnte Anlagestratege Viraj Patel von der ING-Bank. Drastische Auswirkungen auf die Konjunktur seien aber nicht zu erwarten, zumal sich der Kongress in früheren Fällen rasch zu einem Kompromiss durchgerungen habe. Ohne eine Einigung bis Mitternacht (Ortszeit) könnten dann Gehälter der Bediensteten nicht mehr ausgezahlt werden könnten.

Der Dow Jones mit den Standardwerten stieg um 0,2 Prozent auf 26.071 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 2810 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 7336 Punkte.

Bei den Einzelwerten warfen Investoren Aktien von IBM aus ihren Depots, die daraufhin um 4,1 Prozent abrutschten. Der weltgrößte IT-Dienstleister steigerte zwar erstmals seit fast sechs Jahren den Quartalsumsatz. Börsianer hatten aber auf ein stärkeres Wachstum gehofft. Außerdem brockten Sonderbelastungen durch die US-Steuerreform IBM einen Milliardenverlust ein.

Mangelndes Interesse am Börsengang der Beteiligung ADT setzte dem US-Finanzinvestor Apollo zu. Die Aktien fielen um 1,2 Prozent. Die Papiere des Alarmanlagen-Anbieters wurden zu je 14 Dollar zugeteilt. Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von 1,69 Milliarden Dollar. Ursprünglich hatte Apollo die Titel in einer Spanne von 17 bis 19 Dollar angeboten.

Um knapp 2 Prozent sanken die Anteilsscheine von American Express. Die Steuerreform brockte dem Kreditkartenanbieter einen Verlust ein. Unter dem Strich stand im Schlussquartal ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar nach einem Gewinn von 825 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Stimmung der US-Konsumenten trübte sich zum Jahresanfang überraschend ein. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel im Januar auf 94,4 Punkte von 95,9 Zählern im Dezember. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 97 Zählern gerechnet.

In Erwartung einer starken Bilanzsaison stiegen Anleger stattdessen in europäische Aktienwerte ein. Der Dax kletterte um 1,2 Prozent auf 13.434 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 0,8 Prozent auf 3649 Zähler. Einen ausführlichen Überblick über das Geschehen an den Börsen finden sie im Börsen-Tag.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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