Wirtschaft
Sonntag, 29. März 2009

Airbus-Chef eindeutig: A400M vor dem Aus

Airbus-Chef Thomas Enders hat ein Scheitern des stark verzögerten Militärflugzeug-Projekts A400M angedeutet. "Unter den bisherigen Bedingungen können wir den Flieger nicht bauen", sagte Enders dem "Spiegel". "Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende". Sein Konzern habe im Vorfeld große Fehler gemacht. Das Verteidigungsministerium als Besteller mahnte schnelle Informationen an: "Ich erwarte, dass wir bereits im Laufe des Aprils Erkenntnisse über die Probleme erhalten", sagte Staatssekretär Rüdiger Wolf der Tageszeitung "Die Welt".

Von dem Militärtransporter haben neun Staaten insgesamt 192 Maschinen bestellt. Deutschland ist mit 60 Stück der größte Abnehmer. Bei der Bundeswehr sollen die Flugzeuge die 40 Jahre alte Transall ersetzen. Nach Einschätzung von Experten ist das Programm inzwischen vier bis fünf Jahre verzögert. Als Hauptgrund dafür gelten Probleme mit den Propellertriebwerken des A400M und ihrer Steuerung. Die Airbus-Mutter EADS sollte die erste Maschine ursprünglich im Oktober dieses Jahres ausliefern.

Quelle: n-tv.de