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Sarkozy-Besuch China ordert kräftig

Der Staatsbesuch von Staatpräsident Sarkozy in China lohnt sich für die französische Wirtschaft. Peking gibt dem französischen Staatsoberhaupt Aufträge für 20 Milliarden Euro mit nach Hause. Das ist selbst für chinesische Verhältnisse ein Rekord.

Sarkozys Vorgänger Jacques Chirac erhielt bei seinem Chinabesuch 2006 "nur" halb so viele Aufträge. Vor allem Airbus und der Atomkonzern Areva profitieren von den Rekordaufträgen: China will bei Areva für acht Milliarden Euro zwei Kernreaktoren und den nötigen Brennstoff kaufen.

Interessant bei dem Deal ist, dass er nicht, wie üblich, in Dollar, sondern in Euro abgewickelt wird. Das signalisiert Experten zufolge eine schrittweise Abkehr vom US-Dollar als internationaler Verrechnungswährung.

Auch in der Ölbranche gibt es seit geraumer Zeit entsprechende Diskussionen und diese Entwicklungen werden durchaus auch mit Sorge betrachtet: Wenn Länder wie der Iran oder China ihre Geschäfte vom weichen Dollar in den harten Euro umschichten, dann muss das den Euro weiter verteuern und den Dollar gleichzeitig weiter nach unten drücken. Die Exportwirtschaft im Euro-Raum käme damit unter einen noch höheren Kostendruck.

Quelle: ntv.de

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