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Aufsichtsrat stimmt zu Cordes wird Metro-Chef

Der Aufsichtsrat von Metro hat die Berufung von Haniel-Chef Eckhard Cordes an die Spitze von Deutschlands größtem Handelskonzern abgesegnet. Der frühere Mercedes-Chef und bisherige Aufsichtsratsvorsitzende von Metro werde seinen Posten zum 1. November antreten, teilte der Konzern nach einer Sitzung des Gremiums mit. Ob die Entscheidung einstimmig fiel, wurde nicht bekannt. Cordes, der Chef des Metro-Großaktionärs Haniel bleibt, verdrängt den langjährigen Vorstandschef Hans-Joachim Körber, der sein Amt zum 31. Oktober niederlegt.

Um die Nachfolge von Cordes an der Spitze des Metro- Kontrollgremiums gibt es einem Zeitungsbericht zufolge Streit. Haniel-Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel dränge selbst auf den Posten, berichtet das "Handelsblatt". Dies habe zu Kritik mehrerer Mitglieder des Kontrollgremiums geführt. Einige hätten für den Fall einer Berufung von Franz Haniel mit ihrem Rücktritt gedroht, hieß es. Großaktionär Haniel hatte Cordes an der Konzernspitze installiert. Franz Haniel würde ihn künftig bei sowohl bei Metro als auch bei Haniel kontrollieren. Diese Doppelrolle hielten Metro-Aufsichtsräte für bedenklich, hieß es weiter.

Eine Haniel-Sprecherin sagte, die Nachfolge im Aufsichtsrat sei kein Thema der Sitzung gewesen. Dafür gebe es noch keine Vorschläge. Ein Sprecher des Handelskonzerns Metro wollte den Bericht nicht kommentieren.

Cordes soll die Metro deutlich profitabler machen. Er wolle den Handelskonzern strategisch und wertorientiert weiterentwickeln, erklärte er. Gegenüber Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat hatte der Manager betont, es könne keine Bestandsgarantien für Sparten geben, die sich mittelfristig nicht wie erhofft und erwartet wertsteigernd entwickelten. Primäres Ziel sei es, die Kaufhof-Warenhäuser und die Supermärkte von Real operativ wieder in die Spur zu bringen. Eine Zerschlagung legt Cordes aber offenbar ab.

Quelle: ntv.de