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Erfolgreiche Abwrackprämie Glos will nicht aufstocken

Trotz des Ansturms auf die Verschrottungsprämie für Altautos schließt Wirtschaftsminister Michael Glos eine Aufstockung des Budgets dafür aus. "Das Geld ist eine fixe Summe. Wenn die 600.000 (Autos) erreicht sind, ist die Aktion beendet", unterstrich der CSU-Politiker am Freitag in Eschborn bei Frankfurt. Die Bundesregierung wolle mit den dafür eingeplanten 1,5 Milliarden Euro primär die Halden unverkaufter Neuwagen abbauen. "Das hat stärker eingeschlagen, als wir uns das gedacht hatten", sagte Glos. Noch gebe es aber keinen Grund zur Eile.

Nach nur zehn Tagen sind 17.500 Anträge auf die staatliche Umweltprämie von 2500 Euro beim dafür zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen, allein am Donnerstag waren es 6000, wie Abteilungspräsident Frank Dietz sagte. Behördenchef Arnold Wallraff sprach von einer "Tsunami-Welle", die über das Amt hereingebrochen sei.

Das Formular wurde nach Angaben des BAFA bis Freitag bereits 458.000 Mal abgerufen. Am ersten Tag seien bei der eilig geschalteten Telefonhotline fast 270.000 Anrufe eingegangen. Zuletzt hatten 11.000 Anrufer pro Tag Fragen zu der Prämie.

Stichproben gegen Missbrauch

Das Geld, mit dem die Bundesregierung den Autobauern und deren Zulieferern unter die Arme greifen und umweltbelastende Altfahrzeuge von den Straßen bringen will, reicht für 600.000 Autos. Experten schätzen die potenzielle Nachfrage auf bis zu 1,2 Millionen Stück. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland gut drei Millionen Neuwagen zugelassen. Das Durchschnittsalter der Autos in Deutschland ist in den vergangenen Jahren auf acht Jahre gestiegen.

Die Prämie wird beim Kauf eines Neuwagens oder eines nur auf den Autohändler zugelassenen Fahrzeugs gezahlt, wenn der Käufer zugleich sein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten lässt.

Durch Stichproben will das BAFA Missbrauch verhindern, falls Altautos beispielsweise nicht vernichtet, sondern nach Osteuropa geschleust werden. Ausgezahlt wird die Prämie nach Angaben des Amtes nicht vor Anfang März, weil die Bundesregierung zuvor den Nachtragshaushalt beschließen muss.

Quelle: n-tv.de

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